Drei leise Spielergrafikkarten mit AMD Radeon RX 6600 im Test

Die Radeon RX 6600 ist die derzeit günstigste aktuelle Spielergrafikkarte. Die Full-HD-Performance reicht meist aus, aber bei Raytracing wird es knapp.

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  • Carsten Spille
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Die Radeon RX 6600 ist eine Grafikkarte der unteren Mittelklasse für Spieler. Mit 8 GByte hat sie eine für ihre Leistungsklasse angemessene Speicherausstattung und arbeitet sehr sparsam. Dennoch hat sie genügend Wumms, um auch schicke 3D-Welten moderner Spiele in Full-HD-Auflösung flüssig dazustellen. Ihre modernen Display-Anschlüsse binden vier 4K-Bildschirme zugleich an und die Video-Decoder entlasten die CPU bei der Wiedergabe etwa von Netflix- oder YouTube-Inhalten.

Wer aber gerade eine neue Grafikkarte braucht oder wen die Preise aus anderen Gründen nicht abschrecken, findet kaum günstigere Grafikkarten mit aktueller Technik und vergleichbarer Performance. Drei der besser verfügbaren Versionen der Radeon RX 6600 haben sich bei uns zum Test eingefunden: Powercolors Hellhound, die Sapphire Pulse und die Speedster SWFT vom Hersteller XFX. Sie haben mehr gemeinsam, als sie trennt: Ausstattung, Taktraten und Leistungsaufnahme sind vergleichbar, aber bei der Lautstärke und der Spieleleistung gibt es kleinere Ausreißer nach oben wie nach unten.

Alle drei Karten verwenden dasselbe technische Grundgerüst: Den AMD-Grafikchip Navi23, den die Chipschmiede TSMC mit 7-Nanometer-Technik herstellt und der Taktraten um die 2,5 GHz erreicht. Er entspricht weitgehend dem Silizium, welches der Hersteller AMD auch schon für die RX 6600 XT (Test) verwendete. Von den 2048 Shader-Rechenkernen in 32 Compute Units sind allerdings nur 1792 Stück in 28 CUs aktiv. Auch die Textur- und Raytracing-Einheiten sind entsprechend weniger geworden, da sie integraler Bestandteil der CUs sind: Von 128 TMUs und 32 RT-Beschleunigern sank so die Zahl auf 112 und 28.