Elektroauto BMW i4 im Test: Verarbeitung, Fahrwerk und Infotainment herausragend

BMW liefert mit dem i4 im Prinzip ein Elektroauto ab, wie man es sich nur wünschen kann. Doch eine Frage bleibt unbeantwortet.

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BMW i4

(Bild: Florian Pillau)

Von
  • Martin Franz
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Noch in der Auslieferungshalle von BMW erreichte mich der Anruf meines Kollegen Christoph Schwarzer. Den neuen Testwagen kommentierte er trocken: "Der wird es dir nicht leichtmachen, überhaupt etwas zum Kritisieren zu finden." Da er mir eine Testfahrt mit dem Topmodell des i4 voraus hatte, war ich vorgewarnt. Ganz so kam es dann doch nicht, wobei auch meine Ausfahrt mit dem Basismodell des BMW i4 eine Frage nicht klären konnte.

Unabhängig davon, was der Betrachter von der aktuellen Designlinie bei BMW halten mag – er wird rasch feststellen: Die Bayern bauen gerade ziemlich runde Autos, was ihre Eingenschaften anbelangt. Gerade in den Bereichen Infotainment und Fahrwerk gibt es auf dem Markt nur wenig Konkurrenz. Ein i4 eDrive40 wiegt mindestens 2125 kg, also etwas mehr als die meisten 7er vor zehn Jahren.

Unterwegs ist davon nichts zu spüren: Der i4 liegt auch mit dem Standard-Fahrwerk des Testwagens hervorragend auf der Piste. Er lässt sich lustvoll um Kurven schmeißen, die Abstimmung von Dämpfern, Federn und Lenkung erscheint wie aus einem Guss. Dabei erkauft sich BMW ein präzises Handling keineswegs über eine übertrieben trockene Dämpfung. Vielmehr tastet das schwere Auto die Fahrbahn feinfühlig ab und reicht nur grobe Stöße sorgfältig gefiltert an die Insassen weiter. Das bekommen in dieser Güte nicht viele Konkurrenten hin, Tesla beispielsweise bleibt in dieser Hinsicht deutlich zurück.