Evernote 10 im Test und Evernote-CEO Ian Small im Interview

Das Notizprogramm Evernote erfindet sich neu. Beim Wechsel auf einen modernen Unterbau sind aber viele Funktionen auf der Strecke geblieben.

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Von
  • Stefan Wischner
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Seit zwölf Jahren ist Evernote eines der populärsten Notiz- und Informationssammel-Programme. Es speichert Texte, Bilder, Handschriftnotizen, Dateianhänge, Links, eingebettete PDFs und Dateianhänge und organisiert sie in virtuellen Notizbüchern. Wegen der flexiblen Schlagwort- und Suchfunktionen und auch, weil es mit vielen Scannern kooperiert, wird Evernote zuweilen als einfache Dokumentenverwaltung genutzt. Es gibt Clients für Windows, macOS, iOS, Android und Webbrowser. Die Daten lassen sich via Cloud-Anbindung (Evernote nutzt dazu Google-Server) auf allen Geräten synchron halten.

Mit der Version 10 hat der Hersteller die Clients von Grund auf neu entwickelt. Für die Desktop-Versionen dient das auf Chromium und Node.js aufsetzende Electron-Framework als Basis. Evernote für macOS und Windows wird damit zur Web-App und sieht dem Webbrowser-Client sehr ähnlich. Von dem hat es leider auch die mäßige Geschwindigkeit übernommen. Einige schnell nachgeschobene Patches haben zwar die anfänglichen Performance-Probleme deutlich gemildert, doch das neue Evernote fühlt sich beim Blättern und Öffnen von Notizen immer noch träger an als die vorherigen nativen Clients.

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Die Oberfläche wirkt durch größere Schriften und Zeilenabstände zwar etwas luftiger und moderner, stellt aber dadurch bei gleicher Fenstergröße auch weniger Informationen dar. Manche Bedienelemente haben sich verändert oder verschoben, was etwas Umgewöhnung erfordert. Unschön: Es werden nur noch sechs Fonts unterstützt, zwei davon sind Schmuckschriften. Die bisherigen Clients konnten auf alle jeweiligen Systemschriften zugreifen. Damit gestaltete Notizen sehen in Evernote 10 nun womöglich anders aus.

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