Externes USB4-Gehäuse für NVMe-SSDs von Delock im Test

Wir suchten einen USB4-Adapter für eine NVMe-SSD für den Einsatz im Testalltag. Das wurde komplizierter als gedacht: ein Erfahrungstestbericht.

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  • Benjamin Kraft
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An immer mehr Mainboards gibt es USB-C-Buchsen mit USB4, die Daten mit 40 Gbit/s über die Leitung feuern können. Die Thunderbolt-3-Anschlüsse halbwegs aktueller Macs können das sowieso. Um deren Datenübertragungsraten zu messen, fehlte unserem Hardwareressort allerdings das passende Endgerät. Bislang kommt die externe SSD WD_Black P50 Game Drive von Western Digital zum Einsatz, die aber nur USB 3.2 Gen 2x2 unterstützt, also maximal 20 Gbit/s liefert.

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Die Recherche auf Preisvergleichsportalen ergab, dass es gar nicht so viele externe Gehäuse für USB4 gibt – nur vier, um genau zu sein. Wir entschieden uns für das etwas sperrig benannte "Delock USB4 40 Gbps Gehäuse für 1 × M.2 NVMe SSD", das als einziges bei mehr als einem Händler verfügbar war. Das Testmuster machte zunächst einen guten Eindruck. Beispielsweise lässt sich das sauber verarbeitete Alugehäuse werkzeuglos bestücken: Man hebelt den Deckel mit dem Fingernagel auf, steckt die SSD ein, fixiert sie mit einem Gumminippel, klebt bei hitzköpfigen SSDs eines der beiden beiliegenden Wärmeleitpads auf und klipst den Deckel wieder zu. Das mitgelieferte Thunderbolt-3-Kabel ist mit 50 Zentimetern für den üblichen Desktopeinsatz lang genug.

Wir erwarteten, das Gerät vor dem regulären Laboreinsatz "nur mal eben schnell" durchmessen zu müssen. Doch zu Recht gelten die vier Worte "Nur mal eben schnell" im Hardwareressort als Fluch. Wer sie auch nur denkt, beschwört damit Komplikationen, Verzögerungen und Unheil herauf. So auch dieses Mal.