Fahrbericht Toyota Highlander Hybrid: Großes Hybrid-SUV mit Platz für 7 Personen

Toyota bringt mit dem Familien-SUV einen Klassiker nach Europa, den der Hersteller in den USA seit 20 Jahren in mehreren Generationen erfolgreich vermarktet.

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Toyota Highlander

Toyota Highlander: Ein großes SUV mit Hybridantrieb für Menschen, die viel transportieren wollen.

(Bild: Toyota)

Von
  • Stefan Grundhoff

Der Trend zu SUV ist ungebrochen, kleine und mittlere Crossover boomen seit Jahren. Doch steigt auch in Europa die Nachfrage nach den großen Modellen mit bis zu sieben Sitzplätzen. Diese meist luxuriösen SUV-Modelle wurden bisher oft nur in den USA angeboten. Mit dem Highlander ergänzt Toyota nun auch in Deutschland das Angebot aus kompaktem RAV4 Hybrid (Test) und rustikalem Land Cruiser.

Er bietet mit seinen 4,97 Metern Länge großzügige Platzverhältnisse für fünf Personen und gibt mit seiner dritten Sitzreihe die Möglichkeit, auch sieben Personen zu transportieren. Zum Ein- und Ausstieg ist die zweite Sitzreihe um 180 Millimeter verschiebbar. Vorne wie hinten sitzt es sich sehr komfortabel und selbst bei voller 7er-Bestuhlung hat der Highlander noch einen Laderaum von 332 Litern. Legt man die beiden Sitzbänke im Fond um, kann man 865 oder sogar 1909 Liter nutzen. Die Heckklappe wird elektrisch betätigt und reagiert auf die mittlerweile etablierte Fußgeste unter der Heckschürze.

Dazu bietet der Toyota Highlander eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit zahlreichen Assistenzsystemen, etwa dem Safety Sense Paket mit einem vorausblickenden Notbremssystem (PCS), das auch Fußgänger und Fahrradfahrer erkennt und bei Bedarf in die Lenkung eingreift, adaptivem Abstandsregeltempomaten, Verkehrszeichenerkennung, Spurverlassenswarner sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent.

Fahrbericht Toyota Highlander Hybrid (16 Bilder)

Größe wird salonfähig: Toyota bringt mit dem SUV Highlander einen Klassiker nach Europa.

In Europa wird er nur mit dem bewährten 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner und 140 kW plus Elektroantrieb mit 134 kW an der Vorderachse und 40 kW an der Hinterachse ausgestattet. Ingenieure nennen das "elektrisch angetriebene Sekundärachse". In der Systemleistung erreicht der Antrieb 182 kW. Das Hybrid-Allradsystem AWD-i mit elektrisch angetriebenen Sekundärachse ist hierzulande bereits aus Toyota RAV4 bekannt. Es verteilt automatisch die Antriebskräfte je nach Fahrsituation und Traktionsanforderung zwischen vorn und hinten. Den Verbrauch gibt Toyota im WLTP mit 7 Liter auf 100 Kilometer an. Mit dem 65 Liter großen Tank errechnet sich eine recht hohe Reichweite. Ein Plug-In-Hybridantrieb ist nicht erhältlich.

Ohne nennenswerte Verzögerung zieht der Allradler bis Tempo 150 beachtlich, ehe er bei 180 km/h abgeregelt wird, wobei sich der Vierzylinder naturgemäß angestrengter anhört als ein V6. Die Option auf den 3,5-Liter-V6-Ottomotor wie in den USA wird hierzulande aber nicht angeboten. Das Fahrwerk ist zwar nicht schwammig, seinen hohen Schwerpunkt kann der Highlander aber nicht überspielen. Zum Glück will er das auch gar nicht, sonst ginge ihm der angenehme Federungskomfort verloren. Vorn setzt Toyota McPherson Federbeine mit unteren Dreieckslenkern, hinten eine Mehrlenkeraufhängung ein, die Zuladung beträgt bis zu 590 kg. Die Anhängelast beträgt immerhin zwei Tonnen.

Der neue Highlander wird in drei Ausstattungsvarianten zu Preisen ab 53.250 Euro angeboten. Das Topmodell bringt unter anderem klimatisierte Ledersitze, LED-Scheinwerfer, einen digitalen Innenspiegel und Head-up-Display mit, kostet dann allerdings auch 63.490 Euro. Das lässt vermuten, dass die Verkaufszahlen hierzulande eher übersichtlich bleiben werden.

(fpi)