Fünf kostenlose Audio-Editoren im Vergleich

Wie gut und intuitiv gelingen Aufnahme, Nachbearbeitung und Montage von Audiomaterial mit kostenlosen Audio-Editoren? Wir haben fünf Programme getestet.

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(Bild: PrinceOfLove / Shutterstock.com)

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Mal schnell ein Interview schneiden, einen Podcast aufzeichnen oder die Gitarrenmelodie festhalten, die einem seit Tagen im Kopf herumgeistert – dafür braucht man keine teure DAW (Digital Audio Workstation). Kostenlose Audio-Editoren versprechen, diese Aufgaben ähnlich gut zu erledigen.

Wir haben fünf Programme für den schnellen Audioschnitt getestet. Sämtliche Testkandidaten sind entweder grundsätzlich kostenlos erhältlich, oder werden als kostenlose, funktionsreduzierte Ausgaben kostenpflichtiger Programme angeboten. Der Test erfolgte unter einem 64-bittigen Windows 10. Die Programme wurden von uns im Hinblick auf Funktionsumfang, Bedienung und potenzielle Einsatzzwecke untersucht. Die Testkandidaten: Audacity, Ocenaudio, Glauco Recording Studio Lite, Mixtrack Multitrack Recording Free von NCH Software sowie Tracktion Waveform Free. Außer Konkurrenz tritt das Online-Tonstudio Soundtrap von Spotify an, das im Gegensatz zu den anderen Programmen nicht lokal, sondern im Browser läuft. Damit bietet es sich plattformübergreifend für die Zusammenarbeit von räumlich getrennten Musikern und Podcastern übers Internet an.

Die fünf Testkandidaten mussten für diesen Artikel mehrere Tests durchlaufen: Im ersten Schritt importierten wir ein Telefoninterview im M4A-Format, wie es etwa die native iPhone-Sprachmemo-App und Samsungs vorinstallierte Diktiergerät-App aufzeichnen. Mit der Datei testeten wir die Editoren auf deren Import-, Schnitt- und Exportfunktionen. Als Ergebnis sollten die Editoren das fertig geschnittene Interview im E-Mail-versandfreundlichen MP3-Format mit 192 kBit/s ausgeben. Im zweiten Test haben wir über ein externes USB-Interface (Audient iD4) Moderationen aufgenommen und den Workflow untersucht: Klappt das Zusammenspiel mit dem Interface reibungslos, inwieweit lassen sich mit dem Programm Sprachaufnahmen mit Effekten verbessern, klappt latenzarmes Monitoring et cetera. Im letzten Schritt testeten wir noch kurz, ob die Programme für das Arrangement von Mehrspuraufnahmen taugen, wie sie etwa Voraussetzung für Musikdemos oder Podcasts mit mehr als einem Sprecher und Musik sind.

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