Getestet: Mähroboter Robomow RX 50u Connect

Mit Mobilfunkmodul und GPS soll der Mähroboter seine Position melden, die Konfiguration erfolgt per Smartphone. Wir haben geprüft, was er auf dem Rasen taugt.

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Der Robomow RX 50u Connect verzichtet auf ein Display, die Konfiguration erfolgt per iPhone oder Android-Gerät.

Von
  • Johannes Schuster

Robomow vertraut ganz aufs Smartphone: Da der Mähroboter kein Display hat, kann man ihn nur mit iPhone oder Android-Gerät konfigurieren, die Koppelung erfolgt per Bluetooth. Zum Test musste der Robomow mehrere Tage im Garten das Gras kürzen. Der im vergangenen Jahr neu angelegte, kräftig wachsende Rasen dehnt sich über eine Fläche von rund 250 m² aus. Engstellen und Hindernisse sind dabei ebenso vorhanden wie Steigungen – bis hin zu 24 Grad.

Es gibt keine PIN-Eingabe am Gerät, zum Diebstahlschutz wird die Seriennummer lediglich mit dem Benutzerkonto verknüpft. Die Connect-Version ist ab Werk mit einem akkugepufferten kostenfreien GSM-Modul und GPS ausgestattet. Es soll zweimal am Tag die Position des Mähers per Mobilfunk an den Cloud-Account durchgeben.

Das GPS/GSM-Modul von Robomow produzierte im Test mit der App stets eine Fehlermeldung. Der Befehl ließ sich zudem nur in Bluetooth-Reichweite erteilen.

Der Anwender kann dann im Browser unter "My Robomow" nachsehen, wo sich das Gerät grob befindet. Die Funktion Geofencing war bei uns vorhanden, aber ausgegraut, ließ sich also nicht aktivieren.

Per Testbenachrichtigung in der App soll man die Mobilfunk-Funktion überprüfen können. Dies führte bei uns stets zu einer Fehlermeldung, eine Push-Mitteilung kam nie an. Im Übrigen konnten wir diesen Befehl nur erteilen, wenn der Mäher in der Nähe und eingeschaltet war, also eine Bluetooth-Verbindung bestand. Fehlermeldungen kamen ebenfalls nur auf dem iPhone an, wenn dies in Bluetooth-Reichweite war.

Bei der Platzierung der Basisstation genießt man beim Robomow größere Freiheit, weil sie nur auf eine Gerade von 160 cm besteht und das Kabel fast 10 Meter misst.

Statt einer oder zwei Rollen am Bug besitzt der RX 50u Connect nur eine breite Gleitfläche. Er mäht in beide Richtungen und wendet dabei nicht, sondern fährt zufällige Kurven. Alternativ lässt sich in der App "nur vorwärts" einstellen, dann mäht er aber mit dem Heck voran. Ähnlich wie der Gardena-Konkurrent überfährt er dabei den Begrenzungsdraht weit und mäht so die Kanten. Im Ergebnis blieben am Rand öfter Stellen längere Zeit ungekürzt.

Wenn er zur Box zurückfuhr, war das Mähwerk abgeschaltet. Das sorgte gegen Spurbildung vor, hinterließ aber ungemähte Bereiche. Unter der Haube arbeitet ein schwingend aufgehängtes Mähwerk mit einem zweischneidigen Messer konventioneller Bauart. Dementsprechend klingt der Robomow kernig wie ein leiser Elektromäher und war in unserer Messung mit 68,4 dB(A) am lautesten. Mit seinen genoppten Rädern ging der Robomow recht robust zu Werke, fuhr sich aber zweimal an einem Apfelbaum sowie einmal am Beetrand fest und wühlte die Erde auf.

Andererseits nutzen ihm die Noppen auch nichts am Hang unter der Terrasse: Er drehte nach einem kleinen Anstieg schon ab. Fairerweise muss man ihm zugutehalten, dass der Hersteller auch keine Steigung über 15 Prozent oder umgerechnet 8 Grad zusichert.

Der Robomow benötigte mit seinem schwachen Netzteil (14 Watt) die längste Ladezeit (1080 Minuten), konnte mit dem größten Akku (122 Wh) aber auch am längsten mähen. Er fuhr als einziger Testkandidat in unserem dreistündigen Zeitfenster nicht ein zweites Mal aus der Basisstation. Damit bekommen die Gartenbesitzer mehr Nutzungszeit für ihren Rasen. Was dem Mäher als einzigem fehlt, ist ein Regensensor oder die Einbeziehung von Wetterdaten aus dem Internet.

VERGLEICHSTEST: MÄHROBOTER 2020

(lbe)