Gigabyte U4: Notebook ohne Betriebssystem im Test

Das U4 UD von Gigabyte lockt mit guter Hardware zum kleinen Preis. Wir haben es unter Windows 11 sowie zwei Linux-Distributionen getestet.

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  • Carsten Spille
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Auf der Suche nach einem brauchbaren Arbeitsnotebook lief uns das unscheinbare U4 UD von Gigabyte für schlanke 700 Euro über den Weg. Das unter 1 Kilogramm leichte Notebook verspricht mit dem Core i7-1195G7 (vier Kerne plus SMT) reichlich Leistung für gängige Büroanwendungen, großzügige 16 GByte DDR4-3200-Arbeitsspeicher halten viele Daten vor. Dazu kommen eine flotte NVMe-SSD mit 512 GByte, ein matter Full-HD-Bildschirm mit 180 Grad Öffnungswinkel sowie schnelle USB-Anschlüsse inklusive Typ-C und flottem Thunderbolt 4. Das klingt nicht schlecht, auch wenn sich das mitgelieferte Zubehör auf ein 65-Watt-Netzteil beschränkt. Gigabyte gibt zwei Jahre Garantie, aber nur eines auf den integrierten Akku.

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Der Notebook-Barebone stammt von Clevo und wird dort als L141/L142 in verschiedenen Konfigurationen angeboten, von denen jedoch keine exakt unserem Testgerät entspricht. Er ist auch bei Schenker, Wortmann und Tuxedo erhältlich – dort aber mit doppelter Akkukapazität (73 Wh), schwächerem Prozessor und zu Preisen über 1000 Euro. Das Gigabyte U4 UD muss als Kompromiss mit einer relativ geringen Akkukapazität von 36 Wh auskommen. Die war im Test für zehn Stunden im Leerlauf und rund 80 Minuten unter Volllast gut – für einen vollen Arbeitstag unterwegs muss man also das Netzteil einpacken.

Das gilt noch mehr für den Einsatz mit Linux. Im Leerlauf hielt der Akku unter Ubuntu nur sechseinhalb Stunden durch. Im softwarebasierten Bereitschaftsmodus Suspend-to-Idle (S0ix, s2idle) verbrauchte das Notebook unter Ubuntu mit 0,72 Watt weniger als unter Windows. Ein Blick in die Datei /sys/power/mem_sleep suggeriert, dass neben s2idle auch das oft energiesparendere Suspend-to-RAM (ACPI S3) unterstützt wird, wo dieser Modus als "deep" gelistet wird. Nach einem Wechsel zum alternativen Bereitschaftsmodus ließ sich das Notebook jedoch partout nicht mehr aufwecken.