Glasfasertarife für Privatkunden im Vergleich

Um von der Glasfasertechnik zu profitieren, müssen Sie einen neuen Vertrag abschließen und dabei einige Besonderheiten beachten. Wir haben die Details sortiert.

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, Moritz Reichartz

(Bild: Moritz Reichartz)

Von
  • Urs Mansmann
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Der Glasfaserausbau läuft auf Hochtouren: Mit 4,4 Millionen neuen Anschlussmöglichkeiten in 18 Monaten hat Deutschland Ende Juni 2022 die Marke von einem Viertel per Glasfaser erreichbaren Haushalten geschafft, so der Branchenverband Breko Anfang September 2022. Und es geht weiter: In vielen Kommunen graben Bagger, werden Leerrohre gelegt und Fasern eingeblasen. In ein paar Jahren wird der Glasfaseranschluss so selbstverständlich sein wie heute DSL oder TV-Kabel.

Für den Kunden bedeutet der Umstieg in der Regel den Abschluss eines neuen Vertrags. Eigenheimbesitzer bekommen in vielen Fällen nur dann einen kostenlosen Glasfaseranschluss, wenn sie auch einen Zweijahresvertrag für den Internetzugang abschließen. Anders sieht es in Mehrfamilienhäusern aus: Der Aufwand pro Wohnung ist hier geringer, bei der Erschließung wird deshalb üblicherweise jede Wohnung angeschlossen, auch wenn der Eigentümer oder Mieter zunächst kein Glasfaser-Internet bucht. Wer als Hauseigentümer einen kostenlosen oder günstigen Glasfaseranschluss angeboten bekommt, sollte zuschlagen, denn eine spätere Verlegung wird möglicherweise erheblich teurer.

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Bislang haben Glasfaserkunden bei den Tarifen in den meisten Fällen wenig Auswahl. Der Internetzugang kommt üblicherweise von dem Unternehmen, das Ihren Anschluss gelegt hat, eine Alternative gibt es nicht. Anders als beim DSL-Internet übers Telefonkabel zwingt die Bundesnetzagentur die Betreiber nicht, ihre Leitungen an Konkurrenten zu vermieten. Denn die Richtlinien, wann eine marktbeherrschende Stellung vorliegt, sind auf den Ex-Monopolisten Telekom zugeschnitten, dem das komplette staatliche Netz aus Kupferanschlussleitungen in jedem Haushalt in den Schoß fiel.