HDMI-USB-Videograbber mit Full-HD-Auflösung ab 7 Euro im Test

Günstige HDMI-USB-Konverter speisen Videosignale in den PC oder Raspi ein und eignen sich auch für Online-Konferenzen. Am Kopierschutz wird jedoch gespart.

Lesezeit: 7 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 77 Beiträge
Von
  • Christof Windeck
Inhaltsverzeichnis

Die meisten Computer haben nur Ausgänge für Videosignale, aber keine Eingänge. Zum Anschluss einer Videoquelle mit HDMI-Ausgang genügt jedoch ein billiger HDMI-USB-Videograbber aus dem Online-Handel. Wir haben sieben dieser "HDMI Video Capture"-Sticks zu Preisen zwischen 7 und 19 Euro auf dem Amazon-Marktplatz gekauft. Manche wurden nach wenigen Tagen geliefert, andere erst nach einigen Wochen direkt aus China.

Alle Sticks funktionierten sofort ohne manuelle Treiberinstallation unter Windows 10 (als "USB Video"), macOS, Linux (Ubuntu 20.4.1 LTS) und am Raspberry Pi 4 (Debian Buster). Für Foto- und Videoaufnahmen genügen Bordmittel der Betriebssysteme, etwa die Windows-App "Kamera" und unter Linux "Cheese". Die Sticks sind aber etwa auch mit der beliebten Open Broadcaster Software (OBS) nutzbar oder – wenn es nur um Audio-Input per HDMI geht – mit Recording-Software wie Audacity. Der HDMI-USB-Eingang lässt sich wie jede andere USB-Webcam mit Videokonferenzsoftware wie Microsoft Teams oder Jitsi Meet verwenden. Dadurch verwandelt man manche Digicam mit HDMI-Ausgang in eine USB-Webcam.

Auch beim Digitalisieren alter Aufnahmen von Videokassetten kann ein HDMI-USB-Adapter helfen, sofern man ein VHS-, Hi8- oder Digital8-Abspielgerät mit HDMI-Ausgang hat. Ähnliche USB-Videograbber gibt es aber auch mit analogem S-Video-Eingang. Der Raspberry Pi schließlich mutiert mithilfe eines HDMI-Eingangs zu einer Fernwartungsbox für Server.