Im Test: 3D-Bilderrahmen stellt Fotos und Videos räumlich dar

Die Darstellung des 3D-Bilderrahmens Looking Glass Portrait ist ein Blickfang. Mit etwas Tüftelei kann man damit 3D-Objekte ähnlich wie ein Hologramm anzeigen.

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  • Michael Link
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Es gibt Produkte, von denen weiß man, dass sie vermutlich nie in riesigen Stückzahlen über die Ladentheken gehen, dass sie aber trotzdem Meilensteine sind. Dazu gehört dieser etwa taschenbuchgroße 3D-Bilderrahmen mit dem sperrigen Namen Looking Glass Portrait. Auch die Firmen Jobo, Rollei und Aiptek haben vor rund zehn Jahren schon mal digitale 3D-Bilderrahmen vorgestellt, die sämtlich floppten, weil a) zu teuer und b) zu grob.

Der Looking Glass Portrait ist ein neuer Versuch einer räumlichen Darstellung. Was die zum Patent angemeldete Kombination von Lichtfeld- und volumetrischen Displaytechniken interessant macht: Man benötigt keine 3D-Brille, um mit dem Rahmen räumlich wirkende Fotos und Videos in einem Betrachtungswinkel von maximal 58 Grad anzuschauen. Der in der Diagonale 20 Zentimeter (7,9 Zoll) messende Rahmen ist mit einer LED-Zeile umsäumt, die sich im Display spiegelt. Sie verpasst den Darstellungen zusätzlich Tiefe.

Blender-Workshop

Wer schon mal Kippbilder gesehen hat, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet unterschiedliche Motive zeigen, bekommt eine Vorstellung vom Arbeitsprinzip des 3D-Bilderrahmens. Der Hersteller hat den zugrunde liegenden Lentikulareffekt ziemlich stark ausgenutzt: Das Display erzeugt zwischen 45 und 100 Ansichten einer dreidimensionalen Szene und zeigt diese Perspektiven gleichzeitig über ein Linsensystem aus einem lamelliert geschnittenen Substrat an.