In-Ear-Headset Creative SXFI Trio mit biometrischem Rundumklang im Test

Creative Technology bewirbt seine In-Ear-Kopfhörer SXFI Trio mit einem individuell auf den Nutzer abgestimmten Surround-Sound. Das klingt innovativ.

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(Bild: Creative Technology)

Von
  • Hartmut Gieselmann
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Surround-Kopfhörer nutzen normalerweise ein Standardmodell für die Form von Kopf und Ohren, um deren Auswirkungen auf den Klang zu berechnen, der von vorn, hinten oder der Seite eintrifft. Entscheidend für den Klangeindruck sind jedoch individuelle Abweichungen der Nutzer. Teure Laborsysteme messen dazu den Schall direkt am Trommelfell von Probanden. Für sein In-Ear-Headset nutzt Creative Technology eine einfachere Methode namens SXFI: Per Smartphone-App fotografieren Nutzer ihr Gesicht und beide Ohren. Anhand der Bilder passt die App Parameter der Klangsimulation an und speichert sie in den Kopfhörern. Dort wechseln Anwender per Knopfdruck zwischen normaler Wiedergabe und Surround-Modus, die App muss dazu nicht laufen.

Die In-Ears SXFI Trio nehmen über ein etwa 1,20 Meter langes Kabel per USB-C Verbindung zu Smartphones und PCs auf. Ein Adapter auf USB-A liegt bei, iPhone-Nutzer benötigen einen zusätzlichen Lightning-Adapter. Die In-Ears simulieren als Standard-Audiogerät ohne zusätzliche Treiber eine 7.1-Anlage mit bis zu 32 Bit und 96 kHz. Das im Kabel integrierte Mikrofon wird ebenfalls mit bis zu 96 kHz abgetastet. Dank des transparenten Klangs lässt sich damit gut telefonieren, wenn auch die Aufnahmen für professionelle Ansprüche etwas zu laut rauschen. Die Rundlauf-Latenz blieb im Test unter 5 Millisekunden, was selbst Profimusiker zufriedenstellt.

In unseren Ohren saßen die Stöpsel bequem, allenfalls störte die am etwas steifen Kabel baumelnde Fernbedienung. Ohne Rundumklangsimulation spielen die In-Ears kräftig und präzise auf – egal, ob wir sie mit einer Stereo-Quelle, 5.1 oder 7.1 fütterten. Bässe und Höhen wurden gut aufeinander abgestimmt, ohne zu zischeln oder zu wummern. Mitten weisen im Vergleich zu neutralen Kopfhörern wie dem Sennheiser HD-600 kein allzu großes Loch auf, sodass Musik von Hip-Hop bis Klassik, Filme und Spiele gut klingen.

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