Kali-Linux-Update: Snapshots und Tools im Test

Das Release 2022.1 von Kali Linux wartet mit interessanten Neuerungen auf, etwa der integrierten Snapshot-Funktion zum Festhalten älterer Systemzustände.

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Von
  • Jörg Riether
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Seit Anfang des Jahres 2022 ist Version 2022.1 der auf Penetrationstests und vielschichtige offensive Techniken spezialisierten Distribution Kali Linux verfügbar. Das aktuelle Entwicklerteam ist sehr aktiv und ein Blick in dessen Blog sowie in die Communityforen lohnt sich immer.

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Bislang musste man für eine vollständige Bare-Metal-Installation (Download) aller Werkzeuge während der Set-up-Routine das Paket kali-linux-everything selektieren. Mit der Version 2022.1 kam das spezielle Installationsimage Kali Everything dazu, eine über 9 Gigabyte große ISO-Datei, die sämtliche Pakete bereits auf dem Installationsmedium beherbergt. Man kann sie per Torrent auf der Kali-Seite herunterladen.

Parallel kamen mit 2022.1 neue Werkzeuge mit ins Boot: dnsx (vielschichtiges DNS-Abfragewerkzeug), email2phonenumber (ein Open-Source-Intelligence-Sucher, der Rufnummern zu Mailadressen findet), naabu (ein schneller Portscanner), nuclei (war überfällig, ein auf YAML-Vorlagen basierender Scanner, der sehr zielgerichtete Untersuchungen ermöglicht), PoshC2 (mächtiges modulares C2-Framework) und proxify (ein Werkzeug für HTTP(S)-Datenverkehranalyse und -manipulation). Eine Dominanz der ProjectDiscovery-Schmiede, aus deren Feder etliche der Tools stammen, lässt sich kaum leugnen. Auch das Kali-Team selbst weist darauf hin, in den Release-Infos schickte es einen Gruß in diese Richtung.