Kameraobjektiv im Kurztest: Sony FE 24–70 mm F2.8 II an der Systemkamera A1

Lichtstarker Allrounder: Sony schickt die zweite Generation seines Standardzooms für die A7-Kameras auf den Markt. Im Test zeigt das Objektiv nicht nur Stärken.

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Sony A1 mit FE 24-70mm F2.8 GM II

Von
  • Sophia Zimmermann
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Sony hat die zweite Generation des Standardzoomobjektivs FE 24–70 mm F2.8 auf den Markt gebracht. Das FE 24–70 mm F2.8 GM II richtet sich an die Vollformatkameras des E-Mount-Systems und nimmt hier den Platz des lichtstarken Allrounders ein. Es ist sozusagen die 2400-Euro-Version eines hochwertigen Immer-drauf-Objektivs. Es bietet eine durchgängige Offenblende von f/2.8 und deckt das Brennweitenspektrum von 24 bis 70 Millimeter ab, damit eignet es sich sowohl für Landschafts- als auch für Reportage- oder Porträtfotografie.

Von seiner Vorgängerversion setzt es sich in vielen Details ab. So besteht die Konstruktion nun aus 20 Linsenelementen in 15 Gruppen, statt aus 18 Elementen in 13 Gruppen. Hinzu kommt außerdem eine integrierte Bildstabilisierung. Dennoch ist die zweite Generation deutlich leichter als die erste: Statt knapp 890 bringt sie es nur noch auf knapp 700 Gramm. Außerdem fällt sie kompakter aus und ist in Weitwinkelstellung gut einen Zentimeter kürzer. Beim Zoomen fährt das FE 24–70 mm F2.8 GM II dann von 12 auf etwa 16 Zentimeter aus.

Wie leichtgängig das funktioniert, können Fotografen selbst beeinflussen, denn das Objektiv besitzt einen sogenannten Zoomglätte-Schalter mit den Stellungen "Smooth" und "Tight". Wählt man erstere Option spüren Fotografen beim Zoomen nur einen geringen Widerstand, bei "Tight" ist er deutlich größer.

Ob das tatsächlich ein elementares neues Feature ist, darüber lässt sich sicher streiten. Wer mit dem Zoom während eines Shootings für längere Zeit bei einer bestimmten Brennweitenstellung arbeiten will, reduziert mit "Tight" zumindest das Risiko, versehentlich die Brennweite zu verstellen. Beim Transport dient diese Stellung außerdem als "Sperrschalter" light.

Das Sony FE 24-70mm F2.8 GM II besitzt im Vergleich zu seinem Vorgänger ein kompakteres Kunststoffgehäuse. Neu ist zudem ein Blendenring.

Der Zoomglätter ist längst nicht das einzige Bedienelement des Vollformatobjektivs. Zu einem obligatorischen AF/MF-Umschalter gesellen sich außerdem zwei Fokussperrtasten, die den Fokusbereich auf eine bestimmte Entfernung festsetzen. Außerdem besitzt die zweite Generation nun einen praktischen Blendenring.

Mit einem Blendenklickschalter können Fotografinnen und Fotografen die Rasterung des Rings aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Auch einen Iris-Lock gibt es. Er setzt den Blendenring fest – allerdings nur in der "A"-Stellung (Automatik). Will man ihn gezielt bei einer bestimmten Blendenstufe einsetzen, geschieht – nichts. Selbst mit eingerastetem Schalter lässt sich der Ring dann weiterdrehen.

Mehr Bedienelemente: Auf der zweiten Generation des lichtstarken Standardzooms finden sich ein Zoomglätte-Schalter sowie ein Schalter, der die Rasterung des Blendenrings steuert.

Abgesehen von den kleinen Ungereimtheiten im Handling macht das Objektiv einen tadellosen Eindruck. Alle Bedienelemente sitzen straff, nichts hakelt oder wackelt. Doch tatsächlich besteht der Tubus beinahe vollständig aus Kunststoff – abgesehen vom Bajonett. Das erklärt auch die Gewichtsreduktion zum Vorgänger, der auf einen hohem Metallanteil verweisen kann.

Der gummierte Fokusring des FE 24–70 mm F2.8 GM II arbeitet nicht mechanisch, sondern gibt die Drehbewegung elektronisch weiter. Er sitzt zwar wenig straff, dennoch erlaubt er eine präzise Fokussierung.

Die Gegenlichtblende kleidet der Hersteller wie früher üblicher mit schwarzem Samt aus, was je nach Lichtsituation und -einstrahlung für weniger Reflexionen sorgen kann. Dazu hat sie ein Fenster, das es erlaubt, einen Polfilter zu bedienen, während sie auf dem Objektiv sitzt.