Leise und schnelle Mini-PCs fürs Homeoffice im Test

Im Homeoffice will man leise und zügig arbeiten. Das versprechen die getesteten Mini-PCs, in denen moderne 4- und 6-Kern-Prozessoren von AMD und Intel stecken.

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Von
  • Carsten Spille
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Der Trend zum Homeoffice ist ungebrochen und manch einer merkt schmerzlich, wie laut der alte heimische Rechner heult, wenn er in Videokonferenzen an seine Grenzen kommt. Ersatz muss her, aber der soll das kleine Arbeitszimmer oder die mühsam freigeräumte Wohnzimmerecke nicht unnütz zustellen. Wer aus Ergonomiegründen nicht zu einem Notebook greifen will, wählt besser einen Mini-PC. Die sind meist sparsam und steuern auch 4K-Bildschirme mit ergonomischen 60 Hz an. Dank ihres größeren Volumens und dem Wegfall des Akkus gibt es mehr Platz für den Kühler, weshalb sie speziell unter Last in der Regel leiser als Notebooks arbeiten.

Nach unserem Vergleichstest zu Beginn des Jahres 2021 hat sich bei den Mini-PCs einiges getan. Nach jahrelangem technischen Stillstand bei den Core-i-Prozessoren stellt Intel AMDs schnellen Ryzen-4000-Prozessoren bei den Mini-PCs nun die elfte Generation mit Tiger-Lake-Architektur entgegen. Sie hat zwar nur vier Kerne, die arbeiten aber ausnehmend flott. Schnelles LAN mit 2,5 GBit/s ist nun keine Ausnahme mehr, sondern eher die Regel, die WLAN-Module funken im 5-GHz-Band standardmäßig mit MIMO-Technik für höheren Durchsatz, auch wenn sie nicht direkt neben dem Router stehen. In den Prozessoren integrierte Video-Einheiten helfen den x86-Kernen, auch moderne Videoformate wie HEVC und AV1 stromsparend und damit ohne nerviges Lüfterheulen wiederzugeben. Schnelle USB-Anschlüsse erlauben flotten Zugriff auch auf größere Datenmengen auf externen Speichermedien.

Mehr zu Mini-PCs und Barebones

Wir haben vier Mini-PCs ins Testlabor geholt, drei mit den aktuellen Tiger-Lake-Prozessoren von Intel und ein AMD-Ryzen-System, das zwei Kerne mehr hat als die Intel-Riege. Vom 360 Euro günstigen NUC11-Barebone mit Zweikernprozessor und Thunderbolt 4 bis zum Crowdfunding-Komplett-PC HM50 für 835 Euro ist die Spanne der Geräte sehr breit: Asrocks NUC BOX-1165G7, Intels NUC Pro Chassis Element, NUC11TNHi3 und der Minisforum HM50. Ursprünglich wollten wir auch noch ein Gerät des deutschen Mittelständlers E.E.P.D. mit achtkernigem Ryzen Embedded V2718 in den Test aufnehmen, doch das Gerät hatte zum Testzeitpunkt noch Vorserienstatus und einige Marotten. Wir reichen den Test nach.

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