3D-Scanner: iOS-Apps mit LiDAR-Unterstützung im Überblick

iPhone 12 Pro und iPad Pro 2020 erfassen per 3D-Scanner Tiefeninformationen und verhelfen AR-Software zu mehr Präzision. Davon profitieren Spiele und Apps.

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(Bild: Apple)

Von
  • Holger Zelder
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LiDar steht für "Light Detection and Ranging". Die Methode ähnelt der Radartechnik und kommt bereits bei autonomen Fahrzeugen zum Einsatz. Moderne Saugroboter orientieren sich damit in der Wohnung.

LiDAR nutzt Lichtimpulse statt Radiowellen: Im Kameramodul von iPhone 12 Pro (Max) respektive iPad Pro von 2020 steckt ein Scanner, der Laserlicht emittiert und gleichzeitig die Reflexionen erfasst. Die für das menschliche Auge unsichtbaren und ungefährlichen Strahlen reichen bis zu fünf Meter weit. Trifft ein Strahl auf ein Objekt und wird reflektiert, errechnet der Scanner anhand der Laufzeit des reflektierten Lichts die Entfernung zum iPhone respektive iPad.

Da der LiDAR-Scanner die Photonen in einem Punktraster ausstrahlt - ähnlich wie die Infrarotstrahlen bei Face ID -, erfasst der Sensor mehrere Objektteile auf einmal und erstellt in Echtzeit ein 3D-Modell mit Tiefeninformationen. Davon profitiert unter anderem die Kamera: iPads und iPhones können bei schlechten Lichtverhältnissen auf den LiDAR-Sensor zurückgreifen und schneller scharf stellen sowie bei Bokeh-Aufnahmen zwischen Objekt und Hintergrund unterscheiden.

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