Linux-Distribution: Debian 11 im Update-Check

Debian 11 ist ein verlässliches Release, große Umwälzungen müssen Nutzer nicht befürchten. Doch sollten Administratoren beim Update mehrere Änderungen beachten.

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Von
  • Martin Gerhard Loschwitz
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Ziemlich langweilig ist Debian GNU/Linux – so zumindest der Ruf. Hieran nehmen die Macher der Distribution jedoch keinen Anstoß, denn auch die im Jahr 2021 veröffentlichte Version 11 alias Bullseye wird vor allem auf Servern zum Einsatz kommen. Deshalb sind die entscheidenden Fragen beim Aktualisieren: Wo lauern beim Update Fallen und Fallstricke? Und arbeitet die automatische Installation weiterhin wie bisher?

Bei jedem Update eines Systems muss man befürchten, dass etwas grundsätzlich schieflaufen könnte. Der Wechsel von Debian 10 auf 11 stellt hier keine Ausnahme dar, auch wenn sich die Distribution in diesem Bereich seit Beginn ihrer Existenz einen ganz ausgezeichneten Ruf erarbeitet hat: Der eigene Anspruch besagt, dass Admins lediglich die alte Debian-Version durch die neue in den Paketquellen ersetzen müssen. Anschließend aktualisiert man bloß mit einem der üblichen Werkzeuge wie apt oder aptitude zunächst die Paketquellen und schließlich die Pakete selbst – fertig.

Wenn sich zwischen den Versionen eines Programms Kompatibilitätsunterschiede ergeben, soll sich das jeweilige Paket – so will es die Debian-Policy – idealerweise selbst darum kümmern. Bei Änderungen der Konfigurationsdatei kann das zum Beispiel heißen, bestehende Dateien mit den Maintainer-Skripten in den Paketen automatisch zu konvertieren. Dieses Prinzip funktioniert seit Jahrzehnten ausgezeichnet: Im Kurztest zeigte sich bei fünf Debian-Systemen mit Version 10 – alle mit unterschiedlichen Set-ups –, dass es zwar zu diversen Service-Downtimes insbesondere bei Neustarts kommen kann. Eine Bauchlandung legte aber keiner der fünf Server hin.

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