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Linux-Distribution Fedora 30: Oftmals schneller und noch schicker

Viele Verbesserungen im Detail machen Fedora 30 zu einer attraktiven Ubuntu-Alternative. Die neue Version läuft flotter und putzt sich auch optisch heraus.

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Fedora gilt als aktuelle und umfangreich ausgestattete Linux-Distribution, die trotz neuester Techniken und moderater Update-Strategie eine robuste Arbeitsumgebung bietet. An diesem Ruf feilt auch das im Mai 2019 erschienene Fedora 30 weiter – unter anderem mit einem Schwung von Performance-Verbesserungen und einem abermals schickeren Boot-Prozess. Der ist allerlei Feinschliff am bei Fedora 29 eingeführten "Flicker Free Boot" zu verdanken.

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Durch ihn starten Systeme mit moderner Intel-Grafik jetzt ähnlich elegant wie macOS oder Windows: Schon das UEFI-BIOS stellt die zum Monitor passende Auflösung und Bildwiederholrate ein, um damit ein Hersteller-Logo zu zeigen; wenn die Linux-Distribution zu starten beginnt, gesellen sich im unteren Bilddrittel ganz dezent ein Fedora-Logo und eine Fortschrittsanzeige dazu; wenig später erfolgt ein fließender Übergang zum grafischen Anmeldemanager, ohne dass das Bild zwischenzeitlich schwarz wird oder flackert. Einige alte Linux-Hasen halten sowas für überflüssigen und kontraproduktiven Schnickschnack, den sie sofort deaktivieren, um Grub und Startmeldungen zu sehen. Für manche Nutzer wird Linux aber nur attraktiv, wenn es auch schön aussieht; daher wundert es nicht sonderlich, dass andere Distributionen schon darauf schielen, das Verfahren zu übernehmen.

Das gilt auch für eine andere Neuerung: Fedora verwendet zur Interprozess-Kommunikation (Inter-Process Communication/IPC) via D-Bus jetzt nicht mehr die Referenzimplementierung Dbus, sondern den Dbus-Broker. Dieser Dienst entstand im Umfeld der aufgegebenen Kernel-D-Bus-Implementierung Kdbus, als dessen Entwickler feststellten, dass sie viele der erhofften Performance-Vorteile auch ohne einen IPC-Dienst im Kernel erreichen können. Zugleich soll der Dbus-Broker noch eine ganze Reihe von Problemen aus der Welt schaffen, welche tief in der bislang unangefochten dominierenden Referenzimplementierung stecken.

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