Linux-Mobilbetriebssystem Jolla Sailfish OS 3.4 mit Mehrbenutzerbetrieb im Test

Jolla aktualisiert bei seinem ­Mobilbetriebssystem die Browser-Engine und das E-Mail-Programm. Sailfish OS 3.4 unterstützt nun auch die Programmiersprache Rust.

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(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Leszek Lesner
  • Keywan Tonekaboni
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Unter dem Namen des finnischen Nationalparks Pallas-Yllästunturi hat Jolla Version 3.4 seines auf Linux aufbauenden Mobilbetriebssystems veröffentlicht. Erstmals kann man in Sailfish OS 3.4 bis zu sechs zusätzliche Benutzerkonten erstellen. Diese sind eingeschränkt und mit ihnen können Apps weder installiert noch entfernt werden; Android-Apps lassen sich derzeit nicht mal ausführen. Zusätzlich kann der Hauptnutzer ihren Zugriff auf Telefonie und SMS deaktivieren. Die Sprache ist für jedes Konto frei wählbar. Unverständlich ist aber, dass WLAN-Netze ebenfalls getrennt je Konto verwaltet werden.

Trotz dieser Einschränkungen lässt sich der neue Mehrbenutzerbetrieb für die Abschottung von privaten und beruflichen Aktivitäten nutzen, da bei nativen Sailfish-Apps alle Konfigurationen getrennt gespeichert werden. So können E-Mail-Konten für die Arbeit unter einem speziellen Arbeits-Account angelegt werden. Wechselt man zum privaten Profil, sind dann nur noch private E-Mail-Konten eingebunden. Jeder Benutzer muss zwingend eine PIN vergeben. Zusätzlich können für jeden Nutzer auch Fingerabdrücke zum Entsperren hinterlegt werden. Das Benutzerkonto wechselt man im laufenden Betrieb über das Systemmenü, welches man mit einer Wischgeste vom oberen Bildschirmrand aufruft.

Der Mehrbenutzerbetrieb ist noch nicht ganz ausgereift und die Nutzung scheint derzeit primär auf Firmenkunden ausgelegt zu sein. Mit einem der kommenden Updates sollen in den Zusatzkonten auch Android-Apps benutzbar werden.

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