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Sony A7R III vs. Canon EOS R und Nikon Z7 0 Kommentare

Mächtige Spiegellose: Sony A7R III gegen Canon EOS R und Nikon Z7

Canons EOS R und Nikons Z7 rütteln am Thron der Spiegellos-Königin Sony A7R III. Muss die sich ernsthaft sorgen?

Spiegellos, Vollformat und mit hoher Auflösung? Die Sony A7R III war bisher alternativlos, weil sie konkurrenzlos war. Jahrelang. Sony konnte Erfahrungen sammeln, die Kamera über drei Generationen verbessern und das E-Mount-System zu einer beachtlichen Größe aufbauen – scheinbar ungestört. Doch Canon [1] [1] und Nikon [2] [2] haben an Antworten für Sony gearbeitet. Und die sollten es in sich haben.

Den Anfang machte Nikon mit seiner Z-Serie, bestehend aus den spiegellosen Vollformatkameras Z6 und Z7. Die Z6 richtet sich als "Einsteiger" an ambitionierte Hobbyfotografen, die bei der Bildqualität keinen Kompromiss eingehen wollen. Mit ihrem 24-Megapixel-Sensor ist sie mit Objektiv (Nikkor Z 24-70mm 1:4 S) für unter 3000 Euro zu haben. Sie bewegt sich auf Augenhöhe zu Sonys A7 (III), die im Kit für etwa 2500 Euro nach Hause kommt. Professionelle Fotografen, die mit höherer Auflösung arbeiten müssen, will Nikon mit seiner Z7 überzeugen. Wie die A7R III kommt sie auf eine Auflösung von über 40 Megapixel. Verstecken können die Z-Spiegellosen ihre Ähnlichkeit zu den Alpha-Tierchen nicht, dafür teilen sie zu viele technische Daten wie etwa die sensorbasierte 5-Achsen-Bildstabilisierung. Bei seinen Spiegelreflexmodellen setzt Nikon nach wie vor auf eine objektivseitige Bildstabilisierung (VR).

Canons EOS R hebt sich da wesentlich deutlicher von der Sony-Konkurrenz ab und bleibt der eigenen Technik weitestgehend treu. Der Hersteller verzichtet auf eine gehäuseinterne Bildstabilisierung ebenso wie auf den Mehr-Modelle-Weg à la Sony – zumindest vorerst. Die EOS R ist eine Einzelkämpferin, die sich an der Spiegelreflex-Schwester EOS 5D Mark IV orientiert – einem soliden Arbeitspferd. Ihr Vollformatchip hat eine Auflösung von 30 Megapixel und beherrscht die Dual-Pixel-Technik. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine sensorbasierte Phasenerkennung für den Autofokus. Auf bis zu unglaubliche 5655 AF-Punkte soll der Sensor es so insgesamt bringen, damit bootet die EOS R Sonys spiegellose Vollformatfamilie zumindest auf dem Papier aus. Mit einem Preis von knapp 2500 Euro ist sie deutlich günstiger als die Nikon Z7 und die Sony A7R III – sogar günstiger als die EOS 5 D Mark IV


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