Mähroboter: Gardena smart Sileno City 500 im Test

Den Rasen kann auch der Roboter mähen. Wir haben Gardenas vernetzten Sileno City getestet, der sich per App und IFTTT-Automatisierung ansteuern lässt.

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Gardenas Sileno City bei der Arbeit.

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Der Gartengerätehersteller Gardena gehört seit 2007 zum schwedischen Konzern Husqvarna, der seit 25 Jahren Mähroboter entwickelt. Gardenas smart Sileno City 500 ist für Rasenflächen bis zu 500 Quadratmeter gedacht und kommt als Set mit Funk-Gateway sowie einem 150 Meter langen Begrenzungskabel und Haken.

Zum Test musste der Mähroboter mindestens fünf Tage im privaten Garten des Autors das Gras kürzen. Der 2019 neu angelegte, kräftig wachsende Rasen um ein Einfamilienhaus dehnt sich über eine Fläche von rund 250 m² aus und weist sowohl Engstellen und Hindernisse als auch Steigungen bis zu 24 Grad auf.

Die Aktionsfläche des Mähroboters wird durch einen Begrenzungsdraht vorgegeben, den man verlegen muss – ein Eingraben ist nicht erforderlich. Beiliegende Erdnägel rammt man zur Befestigung mit einem Gummihammer in das Grün. Nach einigen Wochen intensiven Wachstums ist der auf der Rasennarbe verlegte Draht nicht mehr zu sehen.

Das Verlegen des zusätzlichen Leitkabels macht Arbeit, dafür kann man beim Sileno City die Basisstation relativ frei positionieren.

Bei der Installation des Sileno City mussten wir wegen des 24 mm dicken Steckers das Bohrloch zu unserem Schuppen vergrößern. Mit der Länge des Kabels von 5,20 m kamen wir nur aus, weil sich die Basisstation des Frontladers recht frei am Grasrand positionieren lässt.

Dazu trägt unter anderem das zusätzliche Leitkabel bei, das man von der Station zum entferntesten Punkt des Rasens verlegen soll. Dort wird es mit einer dreipoligen Erdklemme mit dem Begrenzungsdraht verbunden. Am Leitkabel kann man Startpunkte festlegen, außerdem hilft es dem Mäher, schnell zu seiner Basis zurückzukehren. Trotzdem blieb der Gardena-Roboter einmal hinter einer Engstelle stehen – nicht ohne eine Meldung ans Smartphone zu schicken, wir haben das Gerät im Zusammenspiel mit einem iPhone getestet.

Als weitere Besonderheit lässt sich der Sileno mit dem Gartenschlauch reinigen, während andere gängige Mähroboter von unten nicht gegen Wasser geschützt sind und man nur Bürste, Tuch oder Druckluft einsetzen darf.

Um den Roboter ins Internet zu bringen, benötigt man ein Lemonbeat-Funk-Gateway, das beim City Set 500 zum Lieferumfang zählt. Man verbindet es für die Einrichtung zunächst per Kabel mit dem Router und füttert es dann mit dem WLAN-Passwort. Nach der Verknüpfung mit dem Mäher war dieser eine halbe Stunde mit dem Aktualisieren seiner Firmware beschäftigt – aber immerhin benötigt man dafür keinen USB-Stick.

In der App kann man Zeitpläne mit smartem Mähen per "SensorControl" und Wetterdaten aus dem Internet kombinieren, wobei die Mähzeit (innerhalb der Zeitfenster) automatisch an das berechnete Wachstum angepasst wird. Ein Regensensor fehlt, dafür kann man den Mäher auch mit Aktionen von IFTTT kombinieren.

Das Gerät mäht übrigens immer mit den Hinterrädern voran, also im Rückwärtsgang. Dabei fährt es weit über den Begrenzungsdraht hinaus und mäht die Kanten. Hat der Sileno in der Fläche und am Hang noch gut abgeschnitten, kam er an hohe Kanten nur bis auf 10 cm heran. Die Geräusche waren mit 66,8 dB(A) recht laut, aber man nimmt das Knispeln nicht als unangenehm wahr.

Vergleichstest: Mähroboter 2020

(lbe)