Mazda MX-30: Elektro-SUV ohne B-Säule im Test

Mazda verkauft hierzulande sein erstes vollelektrisches Fahrzeug. Futuristisches Innenraumdesign und Klapptüren wissen zu gefallen, doch die Reichweite ist mau.

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Von
  • Sven Hansen
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Der Mazda MX-30 gilt als eines der spannendsten E-Auto-Debüts des Jahres, denn die technikverliebten Japaner pflegen die Tradition der Ingenieurskunst mindestens so sehr wie ihre deutsche Konkurrenz. Bisher hatte sich Mazda eher der Optimierung des Verbrenners verschrieben und verfeinerte das Prinzip des Wankelmotors – nun gibt es das erste E-Auto.

Wir testeten die "First-Edition" des MX-30. Das limitierte Ausstattungspaket umfasst für 500 Euro unter anderem verbesserte Matrix-LED-Scheinwerfer, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz und eine von zwei Sonderausstattungen für den Innenraum. Auf dem Preisschild stehen rund 35.000 Euro – recht günstig für ein E-Auto im SUV-Format. Derzeit gibt es nur eine Motorisierung: Der eSkyactive mit 107 kW beschleunigt den MX-30 in 9,7 Sekunden von 0 auf 100. Zeigt der Tacho 140 km/h, bleibt man an der per Software gesetzten Grenze für die Höchstgeschwindigkeit kleben.

Der MX-30 ist ein Hingucker – von außen wie von innen. Der schicke Mix aus Kunststoff, Kunstleder und Kork erzeugt Lounge-Atmosphäre, doch ausgerechnet die als Handablage dienende Mittelkonsole ist aus billig wirkendem Plastik gegossen. Die Karosserie ohne B-Säule unterstreicht den futuristischen Auftritt. Design stand an mancher Stelle vor Praktikabilität. Das merkt man, wenn man das Smartphone kopfüber an der tief in der mehrschichtigen Mittelkonsole versteckten USB-Buchse anstöpseln muss oder vor dem Spurwechsel routiniert den Blick über die Schulter wirft: Die massiven Türen müssen die Funktion der B-Säule beim Seitencrash ersetzen und blockieren deshalb fast die gesamte Sicht.

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