Mehr Sicherheit & Azure-Hybridbetrieb: Für wen lohnt sich Windows Server 2022?

Windows Server ist der De-facto-Standard zum Aufbau eines Windows-Netzwerks. Für wen lohnt sich die Version 2022 und wie ist die Integration in Azure gestaltet?

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Von
  • Fabian Brechlin
  • Nico Ziegler
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Microsoft hat Windows Server 2022 (Build 20148.169, Version 21H2) final freigegeben. Der Mainstream-Support läuft am 13.10.2026 und der erweiterte Support am 14.10.2031 aus. Das macht das Betriebssystem zu einem guten Migrationsziel für Systeme mit dem Server 2012 R2, deren Extended-Support am 10.10.2023 endet. Bei Neuinstallationen lohnt sich die neue Version allein schon wegen des verlängerten Supports – der Zeitraum bis zum nächsten Zwangsupdate verlängert sich im Vergleich zum Vorgänger 2019 um zweieinhalb Jahre.

Die verfügbaren Varianten sind Essentials (nur mit neuer Hardware), Standard, Datacenter und Datacenter Azure Edition. Wer die Vorgängerversionen kennt, wird sich nicht umgewöhnen müssen: Die bisherigen Kriterien der Produktdiversifikation behält Microsoft auch für die Version 2022 bei. Unterschiede gibt es allerdings aus technischer Sicht bei der kleinsten Version: Während in Server 2019 Essentials viele Kernkomponenten wie Client-Backup und das Einrichten eines simplen VPNs weggefallen waren, gleicht Windows Server 2022 Essentials technisch der Standardvariante bei gleichzeitig restriktiveren Lizenzbestimmungen. Standard und Datacenter haben bis auf die Virtualisierungsoptionen die gleichen Hardwarelimits.

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Die Lizenzierung der Standard- und Datacenter-Variante erfolgt pro CPU-Kern und benötigt weitere Lizenzen für den Zugriff durch Anwender. Letztere sind entweder nutzer- oder gerätebasiert. Microsoft stellt (Stand Oktober 2021) noch keine Referenzpreise für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung. Beim Lizenzhändler Software-Express kostet eine 24-Kern-Datacenter-ROK-Lizenz 6360 Euro netto, eine User-CAL für 10 Benutzer 310 Euro.