Mikrowechselrichter für Balkonkraftwerke: Grundlagenwissen und Marktübersicht

Der Mikrowechselrichter wandelt die Gleichspannung der Solarmodule in die Wechselspannung des Stromnetzes. Das sollten Sie darüber wissen.

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, Rudolf A. Blaha

(Bild: Rudolf A. Blaha)

Von
  • Jan Mahn
  • Andrijan Möcker
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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die sowieso schon angespannte Energiesituation in eine Krise verwandelt: die Energieversorger setzen bei neuen Stromtarifen zwischen 40 Cent und über einem Euro pro Kilowattstunde an, längere Preisgarantien sucht man vergeblich. Wer die Rechnung langfristig senken will, erzeugt seinen Strom selbst, etwa unkompliziert aus Sonnenenergie. Kleine Photovoltaikanlagen (PV) haben es unter dem Begriff "Balkonkraftwerke" ins Blickfeld der breiten Masse geschafft.

Ein Balkonkraftwerk, das sind ein bis zwei Solarmodule mit je 200 bis 400 Watt Spitzenleistung (Watt Peak, Wp), die am Balkon oder auf anderen sonnenbeschienenen Flächen platziert werden. Dazu kommt ein netzgebundener Mikrowechselrichter (auch unter den Begriffen Grid-Tie-Inverter, Netzwechselrichter, Einspeisewechselrichter zu finden) mit bis zu 600 Watt Ausgangsleistung. Er ist ungefähr so groß wie sechs c’t-Printausgaben gestapelt.

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Er darf – etwa auf dem Balkon – auch von elektrotechnischen Laien an eine Außensteckdose angeschlossen werden und wandelt die Gleichspannung der Solarmodule in eine netzsynchrone Wechselspannung um, die die Geräte daheim ohne Umverdrahten direkt nutzen können. Zur rechtlichen Situation und zur Befestigung von kleinen PV-Anlagen können Sie in unserem Grundlagenartikel mehr lesen.