Milchstraße bis Polarlichter: So gut klappt Astrofotografie mit dem Smartphone

Für Astrofotos braucht man teure Kameras und Spezialzubehör? Nicht mehr. Smartphones erreichen überraschend gute Resultate.

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Von
  • Katja Seidel
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Der Nachthimmel zeigt das ganze Jahr über wunderschöne Motive. Doch jetzt im Herbst geht die dunkle Jahreszeit los und bringt einen unschlagbaren Vorteil mit sich: Man muss nicht mehr lange wach bleiben, um Sterne beobachten und fotografieren zu können. Im hohen Norden – und manchmal sogar in Deutschland – kann man nun außerdem fantastische Polarlichter ablichten.

Astrofotografie für Einsteiger bis Fortgeschrittene

Wie gut oder wie schlecht eine Kamera in der Dunkelheit und damit für Astroaufnahmen funktioniert, hängt im Wesentlichen von der Größe des Sensors beziehungsweise der einzelnen Pixel ab. Dabei gilt: Je größer, desto besser ist das Rauschverhalten bei schlechten Lichtverhältnissen. In der Astrolandschaftsfotografie sind deshalb vor allem Spiegelreflex- beziehungsweise spiegellose Systemkameras mit Vollformatsensor und moderater Auflösung verbreitet. Dazu gehören etwa Modelle wie die ältere Canon EOS 6D, aber auch neuere Geräte wie die Sony A7 III.

Ein Smartphone kann mit diesen Kameras natürlich nicht mithalten! Oder vielleicht doch? Um zu testen, wo die Mobiltelefone aktuell im besten Fall stehen, habe ich im Laufe des vergangenen Jahres das Googles Pixel 6 auf meine Astrofototouren nach Norwegen und in die Alpen mitgenommen. Ich habe es hier parallel zu meiner Standardausrüstung bestehend aus der Spiegelreflexkamera Canon 6D samt Weitwinkelobjektiv 24 mm f/1.4 und der spiegellosen Systemkamera Sony A7 III mit dem 20 mm f/2.0 eingesetzt. Spoiler: Ich war überrascht, welch' gute Ergebnisse sich mit dem Smartphone erzielen ließen!