Mini-Rechenmodul Raspberry Pi Compute Module 4 im Test

Die CM4-Funktionen der Raspberry-Pi-Module, etwa der PCIe-Steckplatz, sind für Hersteller wie auch (NAS-)Bastler spannend, haben aber in der Praxis ihre Tücken.

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Von
  • Christof Windeck
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Den Raspberry Pi gibt es nicht nur in vier Generationen sowie mit unterschiedlich viel Arbeitsspeicher, sondern auch in Miniaturausführungen: den "Compute Modules" (CM). Sie sind für professionelle Hardware-Entwickler und Gerätehersteller gedacht, die sie als kompakte Rechenmodule in ihre eigenen Produkte einbauen, beispielsweise in Steuergeräte für Schaltschränke. Doch die Module sind nicht teuer und locken Bastler mit einigen zusätzlichen Funktionen, die normalen Raspis fehlen: Etwa die Möglichkeit, eine SATA-Adapterkarte für ein NAS anzubinden. Das und noch einiges mehr haben wir im Labor ausprobiert.

Das aktuelle Compute Module CM4 hat im Wesentlichen die Technik des Mitte 2019 eingeführten Raspberry Pi 4, also insbesondere das System-on-Chip Broadcom BCM2711 mit vier ARM-Cortex-A72-Kernen sowie 1, 2, 4 oder 8 GByte RAM. Anders als ein normaler Raspi hat ein CM aber weder Anschlussbuchsen noch Pfostenstecker, sondern man kann seine Schnittstellen nur indirekt verwenden, nämlich über eine passend ausgelegte Platine. Auf dieses Basis- oder Breakout-Board steckt man das jeweilige CM. Die Raspberry Pi Foundation sowie einige andere Firmen verkaufen universelle Basisplatinen, die die CM-Anschlüsse herausführen. Für das CM4 gibt es ein rund 38 Euro teures "Compute Module 4 IO Board", das wir für diesen Testbericht gekauft haben. Am Beispiel von zwei verschiedenen CM4-Typen zeigen wir, wie man es in Betrieb nimmt.

Im Vergleich zu den Vorgängern CM (2014), CM3 (2017) und CM3+ (2019) hat das CM4 eine neue Bauform: Es ist deutlich kompakter als die älteren Versionen im SODIMM-Format von Notebook-Speichermodulen und hat statt eines seitlichen Kontaktkamms zwei winzige Steckwannen auf der Rückseite. Sie sind nur je 2,5 Millimeter schlank und 2,1 Zentimeter lang, stellen aber zusammen 200 Anschlüsse zum IO-Board bereit.

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