Mobile Apps für Motorradfahrer

Am Motorradlenker bringt das Smartphone viel Zusatznutzen – mit den passenden Apps. Kann es auch spezielle Motorrad-Navigationsgeräte ersetzen?

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Ob ein Smartphone am Motorrad besser ist als ein spezielles Motorrad-Navigationsgerät wie die TomTom-Rider- und Garmin-zumo-Serien, wird in einschlägigen Foren und auf Motorrad-Stammtischen kontrovers diskutiert. Beide Seiten haben valide Argumente: Motorrad-Navigationsgeräte sind teurer als das ohnehin schon vorhandene Smartphone oder ein günstiges China-Outdoor-Gerät. Dafür sind sie robuster, wasserdicht, stecken zumeist in stabileren Halterungen mit integrierter Stromversorgung und lassen sich dank resistivem Touchscreen auch mit Handschuhen bedienen. Jedoch ist man auf die fest installierte und nicht von jedem geliebte Routensoftware festgelegt. Hier punktet das Smartphone: Es bietet nicht nur die Auswahl zwischen zahlreichen Navigations- und Tourenplanungs-Apps, sondern auch jede Menge anderer nützlicher Programme und eignet sich sogar als digitales Zusatzinstrument.

Manche der im Folgenden vorgestellten Apps sind nur sinnvoll, wenn das Smartphone im Sichtbereich des Fahrers angebracht ist. Theoretisch reicht das Kartenfach im Tankrucksack; zu bevorzugen sind aber spezielle Halter mit Klemmschellen für den Rohrlenker oder Schraubbefestigungen für die Spiegelhalterung. Alternativ lassen sich wasserdichte Taschen mit Klarsichtdeckel festzurren. Die Preise beginnen bei deutlich unter 20 Euro für Klemmhalterungen und etwa dem Doppelten für Taschen. Es gibt auch noch teurere Lösungen, wie zum Beispiel das durchdachte SP-Connect-System mit Klickverschluss und unterschiedlichen Halterungen für 60 bis 100 Euro. Für manche Anwendungen kann das Smartphone aber auch in der Jackentasche bleiben – hat man ein Headset im Helm eingebaut und begnügt sich mit Sprachansagen, sogar für die Navigation.

Wenn es nur darum geht, möglichst effizient von A nach B zu kommen, lässt sich jede Navigations-App nutzen, die auch fürs Autofahren taugt – etwa Google Maps, Apple Karten, CoPilot oder Sygic. Die meisten Motorradfahrer wünschen sich aber mehr: zum Beispiel landschaftlich schöne und kurvenreiche Strecken, Rundtouren, bei denen Hin- und Rückweg sich nicht gleichen oder Tourenplanung vorab mit vielen Wegpunkten – etwa bestimmte Sehenswürdigkeiten, Passhöhen oder Motorrad-Treffpunkte. Wichtig ist auch, dass sich Routen dynamisch, also auch unterwegs, verändern lassen, wenn mal eine Strecke gesperrt ist oder man sich spontan umentscheidet. Am PC geplante oder zum Beispiel in Foren von anderen Bikern empfohlene Touren müssen sich auf das Smartphone übertragen lassen. Zudem sollte sich die eigene Tour aufzeichnen und anderen Fahrern zur Verfügung stellen lassen.

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