Multigigabit-Ethernet für mehr Netzwerkdurchsatz

Kopieren großer Dateien lastet das Netzwerk schnell aus. Neue Hardware für Multigigabit-LAN verkürzt Wartezeiten messbar auf ein Fünftel oder weniger.

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Wer ständig richtig große Dateien wie Videos, Backups oder VM-Images auf ein zentrales Lager kopiert oder von dort holt, der muss in den meisten Netzwerkinstallationen viel Geduld aufbringen: Das etablierte Gigabit-Ethernet über Twisted-Pair-Kupferkabel kutschiert Daten bestenfalls mit gemächlichen 115 MByte/s durchs LAN. Moderne Massenspeicher arbeiten weit schneller: SATA-SSDs kommen auf über 500 MByte/s, manche NVMe-SSDs übertreffen gar 3000 MByte/s Datenrate. Die Nutzer warten dann auf das Netz statt umgekehrt. Dagegen lässt sich etwas unternehmen.

In Rechenzentren sind schon wesentlich schnellere Ethernet-Verbindungen gebräuchlich, auf Kupfer- wie auch auf Optikbasis, die bei der Verbindung zwischen Switches und Servern in 19-Zoll-Gestellen 25, 40, 100 GBit/s und mehr erreichen. Dafür benötigt man aber spezielle Leitungen.

Doch auch auf der gängigen Arbeitsplatzverkabelung ist seit einigen Jahren viel mehr Durchsatz möglich, als Gigabit-Ethernet liefert: Schon 2006 kam 10GBase-T auf, das auf CAT-6a-Leitungen 10.000 MBit/s über die maximale Ethernet-Strecke von 100 Metern transportiert. Bei reduzierter Leitungslänge funktioniert 10GBase-T sogar auf nicht mehr zeitgemäßen CAT-5e-Kabeln. Weil geeignete Adapter und Switches anfangs sehr teuer waren, hat sich 10GBase-T wenig verbreitet.

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