Notebook-Ständer mit Schnittstellen: USB-C-Docking-Station von Hama im Kurztest

Notebook-Aufsteller und Docking-Station zu kombinieren, erscheint clever. Wir haben getestet, was das Hama-Dock mit 12 Schnittstellen am Mac taugt.

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Hama USB-C-Docking-Station mit Notebook-Stand
Von
  • Johannes Schuster

Sei es im Homeoffice oder Büro: Erst ein Aufsteller ermöglicht angenehmeres und ergonomisches Arbeiten am Laptop. Mit dem "USB-C-Docking-Station mit Notebook-Stand" hat der Hersteller Hama einen solchen Aufsteller gleich mit einem Dock kombiniert. Es bietet zwölf freie Schnittstellen für Peripherie plus Bildschirm und unterstützt auch USB-Power-Delivery (bis 100 Watt), um das Notebook mit ausreichend Strom zu versorgen.

An dem stabilen Rahmen aus Aluminium findet sich ein Bügel zum Ausklappen, der die Oberfläche des Ständers und damit die MacBook-Tastatur in eine Schräglage von 18 Grad bringt, sodass man das Display vertikal stellen kann. Die Unterkante befindet sich lediglich 2 Zentimeter über dem Schreibtisch, die Breite von 22 cm reicht für MacBooks von 13 bis 16 Zoll aus.

Im Fuß steckt ein USB-C-Hub, der seinen Strom vom MacBook-Ladegerät an der einen USB-C-Buchse bekommt und diesen an der anderen an den Rechner weiterleitet. So spart sich Hama das Netzteil, aber beide Typ-C-Anschlüsse des Hubs sind bereits besetzt. Am Mac mini (mit M1) konnte das Dock Strom und Daten vom Computer über ein einziges Kabel beziehen, allerdings funktionierte an der frei gewordenen Schnittstelle weder eine USB-C-SSD noch ein Stick.

Die Anschlüsse auf der Rückseite der Docking-Station, die beiden USB-C-Ports sind gewöhnlich durch die Stromversorgung belegt.

Ein iPad Pro 11" konnten wir daran aber laden, wie auch an den vier USB-A-Buchsen. Sie gehören zum Typ 3.2 Gen 1, zwei sind seitlich untergebracht. Daten ließen sich an eine schnelle SSD mit rund 420 MByte/s übertragen, was Gen-1-Tempo entspricht. Auf Speicherkarten in den Slots für SD und microSD transferierten wir Daten mit lediglich etwa 80 MByte/s, das können andere schneller. Die Kopfhörerbuchse funktionierte normal laut, am Ethernet-Port lag 1000BaseT an.

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Neben einer VGA-Buchse gibt es zwei mit HDMI, die laut Hama fähig für Multi-Stream-Transport (MST) sein sollen, also an mehreren Bildschirmen unterschiedliche Inhalte darstellen. Unter macOS Big Sur 11.3 funktionierte der Extended Desktop aber nicht. Ein 4K- und ein 1080p-Display arbeiteten einzeln normal. Schlossen wir sie aber gleichzeitig an, zeigten beide das gleiche Bild mit 1080p-Auflösung. Außerdem ruckelten über den 4K-Desktop gezogene Fenster leicht, insbesondere am M1-Mac. Das mitgelieferte USB-C-Kabel (48 cm) mussten wir austauschen, da mit ihm der Bildinhalt sporadisch zuckte oder schwarz wurde. Das Dock wurde im Betrieb handwarm.

USB-C Docking Station + Notebook Stand
Hersteller Hama
Freie Schnittstellen 4 × USB-A 3.1, SD-Karte (UHS I), microSD-Karte (UHS I), 2 × HDMI bis 4K, VGA, Gigabit-Ethernet, Kopfhörer, 1 × USB-C (nur Strom, nur ohne Netzteil)
Systemanforderungen macOS ab 10.8, Windows ab 7
Preis (Hersteller) 140 €

Die Verbindung von einem Dock mit Power Delivery und einem Notebook-Ständer ist eigentlich eine gute Idee, bei der Umsetzung speziell für macOS sollte Hama aber noch nachbessern und nicht bei den Kabeln sparen.

(lbe)