OBS.Ninja: Kostenloses virtuelles Videostudio im Praxistest

OBS.Ninja ermöglicht Koop-Streams für Spiele und Talks in einem virtuellen Studio. Accounts sind nicht nötig, lediglich ein Browser mit WebRTC-Unterstützung.

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Virtuelles Videostudio mit OBS.Ninja.

(Bild: chanonnat srisura/Shutterstock.com)

Von
  • Christoph Böttcher
Inhaltsverzeichnis

In einem virtuellen Videostudio müssen Mitspieler in Koop-Spielen nicht vor Ort sein, um einen gemeinsamen Stream zu produzieren. Auch Live-Podcasts und andere Talk-Formate lassen sich leicht mit externen Gästen produzieren, ohne dass diese anreisen müssen. In OBS.Ninja sind dafür weder Accounts noch zusätzliche Software nötig. Auch das verwendete Endgerät spielt keine Rolle, solange es ein Mikrofon und eine Kamera mitbringt. Lediglich ein Browser mit WebRTC-Integration (Web Real-Time Communication) ist notwendig. Entwickler Steve Seguin empfiehlt dafür Googles Chrome-Browser, da dieser WebRTC am umfassendsten unterstütze. Firefox eigne sich ebenfalls, könne aber in Spezialfällen an seine Grenzen stoßen.

Die Verbindung zwischen den Gesprächspartnern baut OBS.Ninja per Peer-to-Peer-Technik auf, externe Server sind nur für den initialen Kontakt notwendig. Die Latenz ist dadurch sehr gering, sodass es im Gespräch seltener zu Überschneidungen oder unnatürlichen Pausen kommt. Die Überlastung zentraler Server aufgrund der Aktivität anderer Nutzer ist ebenfalls ausgeschlossen. Allerdings stellt der Upstream der einzelnen Teilnehmer einen Flaschenhals dar.

Die Kontrolle im virtuellen Studio hat der sogenannte "Director", der als eine Art Regisseur agiert: Externe Gäste gelangen per Einladungslink schnell in den Stream, Audio und Video lassen sich für jeden Teilnehmer einzeln abmischen. Wahlweise kann sich der Director auch selbst dazuschalten und Webcam sowie Bildschirminhalt teilen. Der kombinierte Stream gelangt über ein beliebiges Streaming-Programm auf Plattformen wie Twitch, Youtube oder Facebook.

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