OLED-Monitor: LGs UltraFine Display 32EP950 im Kurztest

LGs OLED-Bildschirm erfreut Kreative mit sattem Schwarz und erweiterten Farbräumen – hat aber seinen Preis.

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LG OLED-Monitor
Von
  • Holger Zelder

Mit dem UltraFine Display 32EP950 hat LG einen der ersten Monitore mit OLED-Technik auf dem Markt gebracht – einen 32-Zöller mit 4K. OLED-Displays verfügen über selbstleuchtende, einzeln ansteuerbare Pixel und erzeugen so tiefe Schwarzwerte und hohe Kontraste, mit denen selbst die Mini-LEDs von Apples teurem ProDisplay XDR oder dem neuen MacBook Pro nicht mithalten können. Die Technik kommt bislang vorwiegend in Fernsehern und Smartphones zum Einsatz.

Der LG-Bildschirm ruht auf einem stabilen Metallfuß. Er lässt sich in der Höhe verstellen, im Hochformat nutzen und neigen, jedoch nicht zur Seite schwenken. Unschön: Das schlichte Kunststoffgehäuse knistert und knackt, wenn man gegen den unteren Rahmen drückt. Bei einem Herstellerpreis von 3250 Euro ist das eher unverständlich und die gesamte Verarbeitung erinnert eher an einen billigen Monitor.

Signale nimmt der LG per HDMI, DisplayPort oder USB-C entgegen; sein USB-C-Port lädt ein MacBook oder andere kompatible Notebooks mit bis zu 90 Watt via Power Delivery.

Die Bildqualität im Test gefiel uns hervorragend: Das 32"-Display zeigt die 4K-Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln mit 129,9 dpi. Sein 10-Bit-Panel unterstützt nicht nur den Farbraum sRGB, sondern auch die für professionelle Foto- und Videoproduktion wichtigen DCI-P3, Adobe RGB oder BT.2020 und BT.709. Zudem erfüllt er die HDR-Standards HDR10 und VESA DisplayHDR 400. Farben wirkten sehr satt und das Schwarz erwartungsgemäß abgrundtief.

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Blickten wir von der Seite auf den UltraFine, bemerkten wir ab etwa 45 Grad einen leichten Blaustich bei Weißtönen, ansonsten war der Blickwinkel ausreichend groß. Trotz mattierter Oberfläche spiegelt das OLED stärker, als man es von IPS-Panels kennt, jedoch nicht so stark wie das von Apples iMac.

UltraFine Display 32EP950 (4K-Display)
Hersteller: LG
Maße: 72,5 × 50,5–62 × 24 cm
Schnittstellen: 1 × HDMI 2.0, 2 × DisplayPort, 1 × USB-C, USB-Hub (3 Ports), Kopfhörer
Leistungsaufnahme: 0,3W (Standby) / 83 W (maximale Helligkeit, HDR)
Preis (Hersteller): 3250 €

Die Helligkeit ließ sich ohne HDR-Modus von 20 bis 260 cd/m2 regeln, mit HDR punktuell auf bis zu 575 cd/m2. Sie verteilte sich über das Panel hinweg sehr gleichmäßig und wich kaum vom Mittelwert ab.

LG hat dem UltraFine Funktionen gegen das Einbrennen spendiert: So löst das Display nämlich nicht nur mit 3840 × 2160 Pixeln von 4K auf, sondern besitzt tatsächlich 3856 × 2176. Die zusätzlichen Punkte nutzt das Panel, um den Bildinhalt alle fünf Minuten um ein Pixel zu verschieben. Der Nutzer bekommt davon nichts mit. Zudem dimmt die Bildschirmelektronik den Schirm, wenn sich Inhalte darauf länger nicht bewegen.

Den Preis für das UltraFine Display 32EP950 empfinden wir als hoch und die Verarbeitung als verbesserungswürdig – die Bildqualität sucht aber ihresgleichen. Kreative, die HDR-Fotos- und Videos bearbeiten wollen, bekommen ein sehr gutes Display.

(lbe)