Thunderbolt-4-Hub mit SSD-Gehäuse: OWC miniStack STX im Kurztest

Der miniStack STX mischt Speichererweiterung – Platz für NVMe-SSD plus 3,5-Zoll-Festplatte – mit Thunderbolt-Hub im kompakten Format eines Mac mini.

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OWC miniStack STX
Von
  • Johannes Schuster

Ein externes Gehäuse für zusätzlichen Speicherplatz mit schneller Anbindung und zugleich ein Thunderbolt-4-Hub: OWCs miniStack STX vereint zwei populäre Accessoires in einem kompakten Gehäuse. Der mini Stack STX passt nicht nur vom Namen zum Mac mini: Sein Gehäuse hat die gleichen Kantenlängen und Eckenrundungen wie der kleinste Desktop-Mac, es ist nur 1 Millimeter höher. Harmonieren würde es daher auch mit dem neuen Mac Studio.

Am Mac belegt das Gerät eine Thunderbolt-Buchse, das Kabel misst 71,5 Zentimeter. Im Inneren finden sich Schraublöcher und ein Steckplatz für eine 3,5-Zoll-Festplatte, den man auch mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk wie einer SATA-SSD bestücken kann.

Auf der Rückseite des miniStack sind drei freie Ausgänge für Thunderbolt-4- oder USB-C-Peripherie.

Außerdem bietet das Gehäuse einen Steckplatz für einen PCIe-SSD-Riegel vom Typ NVMe M.2 2280. In unserem Fall war er bereits ab Werk belegt mit einem 2-TByte-Riegel, bei OWC stehen insgesamt 40 Konfigurationen zur Wahl. Auf die mitgelieferte Aura-SSD konnten wir Daten mit etwa 700 MByte/s schreiben und mit 790 MByte/s von ihr lesen. Das ist für einen NVMe-Riegel recht wenig, entspricht aber den Herstellerangaben.

Auf eine von uns eingesetzte 2,5-Zoll-Festplatte vom Typ Seagate Barracuda konnten wir Daten mit deren voller Leistung von über 130 MByte/s transferieren. Auf der SSD befand sich auch eine stark abgespeckte Version von SoftRAID, mit der wir ein RAID 1 (gespiegelt) aus beiden Laufwerken erstellen konnten, welches das gleiche Tempo wie die SSD bot. Aber leider lief die Software nur vom werkseitig formatierten Laufwerk und damit nach der Ersteinrichtung kein zweites Mal.

Der mini Stack STX dient zugleich als Thunderbolt-4-Hub mit drei Ausgängen für Thunderbolt und USB-C. An ihnen konnten wir von unserem G-Drive Pro Daten mit 2550 MByte/s lesen, also beinahe mit der vollen Schnittstellengeschwindigkeit. Das mitgelieferte 150-Watt-Netzteil stellt MacBooks via Thunderbolt eine Ladeleistung von nur bis zu 60 Watt bereit.

mini Stack STX (Thunderbolt-4-Speichergehäuse mit Hub)
Hersteller: OWC
Hub-Ausgänge: 3 x Thunderbolt 4 mit USB 3.2
Steckplätze: 1 x SATA-6G 3,5- oder 2,5 Zoll, 1 x M.2 2280 NHVMe (im Testgerät belegt mit 2-TByte-SSD)
Systemanforderungen: Mac / iPad mit Thunderbolt 3/4 oder PC mit Thunderbolt 4, macOS ab 11.1, iPadOS ab 14.1, Windows ab 10
Maße: 19,7 x 19,7 x 3,7 cm
Gewicht: 920 g
Preis (Hersteller): 600 US-Dollar mit 2 TByte SSD, 280 US-Dollar für Gehäuse

Größter Kritikpunkt an dem OWC-Gehäuse ist allerdings der bei Laufwerksverwendung und für einige Minuten nachlaufende Lüfter mit seinen deutlich wahrnehmbaren Geräuschen von 0,5 Sone. Arbeitet außerdem eine klassische 3,5-Zoll-Festplatte im Inneren, wird es noch lauter, bei uns waren es 0,8 Sone. Unterm Strich gelang OWC mit dem mini Stack STX aber eine clevere Kombination von Stauraum und Schnittstellen, von denen die meisten Macs zu wenig besitzen.

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(lbe)