Parrot Anafi: 4K-Kameradrohne im Kurztest

Die Mittelklase-Drohne macht 4K-Aufnahmen, lässt sich auch per App steuern und führt vordefinierte Flugmanöver aus. Wir haben sie getestet.

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Von
  • Daniel Clören

Parrot setzt bei seinem Anafi auf ein Klapp-Design. Der beim Hersteller 700 Euro teure Kopter fühlt sich sehr stabil an. Sein mitgelieferter Controller liegt gut in der Hand und erlaubt neben der Flugsteuerung auch die Kamerabedienung.

Per Knopfdruck startet der Anafi Aufnahmen, neigt das Gimbal oder zoomt heran. Ein weiterer Knopf ruft ihn zum Startplatz zurück ("Return to Home"). Der Kopter lässt sich wahlweise nur mit dem Smartphone steuern.

In der Luft reagierte der Anafi aufgrund geringer Beschleunigung eher langsam und ließ sich weniger dynamisch fliegen. Als Spitzengeschwindigkeit erreichte er bis zu 54 km/h. Die übersichtliche App "FreeFlight 6" bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten wie Geschwindigkeit, Steuerungsmodus, Cineshots sowie Kameradetails. Besonders spannend fanden wir "Cameraman". Hierbei markiert man ein Objekt in der App, das die Kamera des Kopters fortan im Blick behält, während er es umkreist.

Auch andere Funktionen wie die "SmartDronies" konnten überzeugen. Dabei führt der Kopter Kamerafahrten speziell für Selfies aus. "Cineshots" lösen vordefinierte Flugmanöver aus, die für Landschaftsaufnahmen cineastisch anmutende Kamerafahrten ermöglichen. Ärgerlich: Die "Follow Me"-Funktion und der "Flight Plan" genannte Streckenplanungsmodus werden erst per In-App-Kauf für 1,09 Euro freigeschaltet.

Mit guter Bildqualität und cleveren Flugmodi wie "Cameraman" imponierte Parrots Anafi.

(Bild: Daniel Clören)

Die 21-Megapixel-Kamera mit 4K-Auflösung und erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range, HDR) bietet einen bis zu 2,8-fachen Digitalzoom und nutzt eine feste Blende von f/2,4. Zudem lässt sie sich über den Controller jeweils um 90 Grad nach oben und unten neigen. Insgesamt lag die Bildqualität auf sehr hohem Niveau. Allerdings empfanden wir die hybride Stabilisierung, die mechanisch durch das Gimbal sowie durch Software erfolgt, stellenweise als etwas unruhig.

Vergleichstest Kameradrohnen

(lbe)