Plug-in-Hybrid mit großer Batterie: Mercedes GLE Coupé 350de im Test

Im GLE Coupé 350de kombiniert Mercedes Diesel, große Batterie und schnelles Laden zu einem ungewöhnlichen Plug-in-Hybriden.

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Von
  • Patrick Bellmer
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Auch die zweite Generation des Mercedes GLE Coupé ist ein Exot auf deutschen Straßen. Das liegt unter anderem sicher an den stattlichen Ausmaßen, dank derer das Parken vor dem Supermarkt zu einer kleinen Herausforderung wird, aber auch an der noch immer fremd wirkenden Kreuzung aus SUV und Coupé. Noch seltener anzutreffen sind die Plug-in-Hybrid-Varianten mit einer vergleichsweise großen Batterie. Deren Energiegehalt orientiert sich nicht an den – kaum nennenswerten – Vorgaben für Förderprämien und E-Kennzeichen, sondern stellt regelrecht alltagstaugliche Reichweiten in Aussicht. Und wer es noch ungewöhnlicher mag, greift zum Diesel-Hybriden GLE Coupé 350de.

Das Highlight ist jedoch nicht das Zusammenspiel von Selbstzünder und Elektromotor. Stattdessen ist es der Energiegehalt der Batterie und das Tempo, mit dem sie sich laden lässt. Denn wo viele Hybride im besten Fall 3,7 kW an Wechselstrom-Ladestationen akzeptieren, erlaubt Mercedes in der Spitze gleich 60 kW an Gleichstromeinrichtungen mit CCS-Stecker. Angesichts einer brutto 31,2 kWh großen Batterie ergibt das für einen PHEV rekordverdächtige Ladezeiten.

Es gibt jedoch ein kleines Aber: Die Serienausstattung erlaubt lediglich eine maximale Ladeleistung von 7,4 kW (Wechselstrom, zweiphasig). Fürs Gleichstromladen mit bis zu 60 kW ist ein Häkchen in der Aufpreisliste notwendig, das den Kaufpreis um knapp 600 Euro nach oben treibt. Wer angesichts des Startpreises mit dem Kopfrechnen beginnt: Nein, der Umweltbonus kommt für das Fahrzeug nicht infrage. Denn die Grenze liegt bei einem Netto-Listenpreis von 65.000 Euro – bezogen auf die Antriebsvariante in Basisausstattung. Mit netto 66.500 Euro liegt das GLE Coupé 350de jedoch knapp darüber. Der Steuerzahler subventioniert also wenigstens nicht noch den Kauf dieses Schwergewichts. Der Vorteil bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen bleibt freilich bestehen, und der ist angesichts von Listenpreisen, die hier vermutlich fast immer oberhalb von 85.000 Euro liegen werden, ein beträchtliches Geschenk.

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