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Praxistest: Reisezooms für Canon-SLRs

Sie sind so praktisch: Die kleinen, kompakten "Immerdrauf"-Zooms mit 10- bis 15-fachen Brennweitenbereichen, wohlwollend als "Reisezoom" bezeichnet. Wo der Kompromiss aus Preis, Leistung und Gewicht lohnt, erfahren Sie in unserem Praxistest.

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Inhaltsverzeichnis

Brennweitenvergleich: Mit einem Reisezoom deckt man gleich mehrere Objektiv"klassen" ab.

Einer der wesentlichen Vorteile von Systemkameras ist, dass man die Objektive wechseln und aus einem riesigen Sortiment auswählen kann, nicht nur aus den vom Kamerahersteller angebotenen Optiken, sondern auch aus dem Angebot von Fremdherstellern wie Sigma, Tamron und Tokina. Das macht es nicht immer leicht, die richtigen Objektive auszuwählen. Für manche Zwecke, etwa auf Reisen, ist es bequemer, statt mehrerer Objektive, von denen jedes für einen bestimmten Zweck optimal geeignet ist, nur ein möglichst kompaktes mit maximalem Brennweitenbereich mitzunehmen, das auch nicht allzu teuer sein soll. Auch wenn die qualitativen Kompromisse, die man dabei eingeht, oft recht drastisch sind, wie der Testbericht im folgenden zeigt.

Wir vergleichen vier beliebte Reisezooms für APS-C-Kameras: von Canon das EFS 18-200 f/3,5-5,6 IS mit Bildstabilisator, von Tamron das 18-200 f/3,5-6,3 XR Di II CA ohne und das 18-270 f/3,5-6,3 Di II VC LD ASL IF CA mit Stabilisator sowie von Sigma das 18-200 f/3,5-6,3 OS DC mit Stabilisator. Das 18-250/3,5-6,3 DC OS HS von Sigma stand uns noch nicht zur Verfügung. Als Referenz bei längeren Brennweiten diente uns das schon professionelle Canon EF 70-200 4L IS.

Ganz eingefahren, also auf minimale Brennweite von meistens 18 mm eingestellt, wirken die Reisezooms wirklich sehr kompakt, beinahe niedlich – und kaum voluminöser als normale Standard-Zoomobjektive. Bei der maximalen Brennweite, die zwischen 200 und 270 mm liegt, werden sie jedoch erheblich länger. Demgegenüber behält das EF 70-200 4.0L IS UMS seine stattliche Länge stets bei, da es mit Innenfokussierung und "innerem Zoom" nur Linsengruppen im Inneren des Objektivtubus verschiebt. Für die Reisezooms steht natürlich im Vordergrund, dass sie sich "klein machen" lassen wie ein faltbarer Regenschirm. Außerdem lassen sie sich in dieser eingefahrenen Position mit einem Lock-Schalter arretieren, damit sie – an der Fotografenschulter baumelnd – nicht unter dem Eigengewicht herausgefahren kommen. Das EF 70-200 kennt kein solches Problem, da kein Tubus herausfährt. Alle Zooms sind Drehzooms mit zwei Einstellringen für Brennweite und (wahlweise manuellen) Fokus.

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