Produktiver texten: Sechs Markdown-Editoren für macOS, iPadOS und iOS im Test

Wer Formatierungen direkt im Text vornimmt, arbeitet schneller und flexibler als in Pages oder Word. Welche Markdown-Apps sich für welche Vorhaben eignen.

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(Bild: Avel Cuklanov, unsplash.com; Montage: Mac & i)

Von
  • Inge Schwabe
Inhaltsverzeichnis

Sofern Sie sich mehr auf Text und Inhalt konzentrieren als auf außergewöhnliche Layouts, bieten sich Markdown-Editoren als gute Alternative zu klassischen Textverarbeitungen an. Das Auszeichnen der Stilanweisungen während des Schreibens geht mit etwas Übung schnell von der Hand und folgt einem Standard, den man in immer mehr Programmen und Apps anwenden kann: Wer in WhatsApp Textschnipsel mit Hilfe von *Sternchen fett* oder mit _Unterstrichen kursiv_ hervorhebt, setzt Markdown bereits ein. Wenngleich es mittlerweile unterschiedliche Ausprägungen der Auszeichnungssprache gibt, forcieren Markdown-Editoren einen reibungslosen Austausch untereinander sowie zu anderen Programmen wie Redaktionssystemen, Blogs oder dem Textsatzprogramm Latex.

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In der Philosophie von Markdown soll es beim Texten nicht um die spätere Verwendung gehen, sondern um den Inhalt. Daher nehmen sich die Editoren optisch stark zurück, blenden Menü- und Seitenleisten aus und lenken mit einem Modus „Fokus“ das Augenmerk wahlweise auf den aktuellen Satz oder Absatz, indem sie die darüber und darunter stehenden abblenden. Der Modus „Schreibmaschine“ bewegt das Geschriebene auf dem Bildschirm nach oben, während die Schreibposition stets in der Bildschirmmitte bleibt, um die Augen zu schonen.

kurz & knapp

  • Bei Markdown setzt man Stilanweisungen wie „Überschrift“ oder „nummerierte Liste“ mit besonderen Zeichen während des Schreibens in den Text.
  • Mit etwas Übung geht das schneller von der Hand als das nachträgliche Formatieren in Pages und Word.
  • Texte bleiben trotz der sichtbaren Stilanweisungen überwiegend gut lesbar.
  • Einige Editoren blenden typische Fensterelemente aus, damit man sich besser auf den Inhalt konzentrieren kann.
  • Außergewöhnliche Layouts lassen sich in der Regel nicht erzielen; man kann die Dokumente aber in unterschiedliche Formate exportieren.

Markdown verwendet wie HTML (HyperText Markup Language) so genannte Markups. Das Wort kommt aus dem Englischen von to mark – markieren. Markup-Sprachen wie HTML und Markdown kennzeichnen im Klartext, wenn Absätzen oder einzelnen Wörtern eine bestimmte Bedeutung zukommt, sie beispielsweise ein Zitat wiedergeben oder eine chemische Verbindung in ihrer typischen Notation. Nun sehen HTML-Seiten zwar im Browser gut aus; in der zugrunde liegenden Klartext-Datei können die Augen allerdings den Inhalt zwischen den raumfordernden HTML-Anweisungen kaum herausfiltern. Demgegenüber kommt die Markdown-Syntax mit jeweils wenigen Zeichen aus. John Gruber, der Markdown in seiner ursprünglichen Form entwickelt hat, achtete darauf, dass sie sich im Klartext zurücknimmt. Beispiele finden Sie im Kasten weiter unten.

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