Profi-Kamera für Sport, Reportage und Wildlife: Nikon D6 im Test

Mit Corona-Verspätung stellt sich die Nikon D6 der Konkurrenz um Canons EOS-1D X Mark III entgegen. Geschwindigkeit und Präzision machen die Spiegelreflex aus.

Lesezeit: 7 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 6 Beiträge

Nikon D6

(Bild: Heise Medien GmbH)

Von
  • Christine Bruns
  • Sophia Zimmermann
Inhaltsverzeichnis

Die Nikon D6 ist die direkte Konkurrenz zur Canon EOS-1D X Mark III und spielt wie diese ganz oben in der Profiliga der Sport- und Agenturfotografen. Wer sich die Datenspezifikationen anschaut, weiß sofort: Diese Kamera wurde auf Geschwindigkeit, Präzision und Datenübertragung optimiert. Amateure benötigen solche Features selten bis nie. Zielgruppe sind professionelle Wild-Life- und Naturfotografen, denn die D6 ist auch bei extremen Witterungen eine zuverlässige Begleiterin.

Die Nikon D6 ist ein Schwergewicht, und das gilt auch für die Ausstattung. Mit 1450 Gramm wiegt der Body ebenso viel wie der der Canon EOS-1D X Mark III und etwas mehr als der der Vorgängerin D5. Handgriff und die wichtigsten Bedienelemente wurden gedoppelt, jeweils für Hoch- und Querformat-Aufnahmen. Zusätzlich zum Schulterdisplay befindet sich unterhalb des fest installierten Touchscreens noch ein weiteres für Informationen zur Kameraeinstellung.

Gleicht die Nikon D6 ihrer Vorgängerin von außen fast, gibt es doch einige entscheidende Neuerungen, die so manchem Sport- und Pressefotografen ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Die grundlegendste ist wohl der neue Prozessor Expeed 6. Dieser erhöht die Geschwindigkeit im Vergleich zur D5 noch einmal deutlich. Möglich sind so beispielsweise Bildserien mit mechanischem Verschluss bis 14 Bilder pro Sekunde statt bisher zwölf – Motivverfolgung und Belichtungsmessung inklusive. Die Canon 1D X Mark III schafft es auf 16 Bilder pro Sekunde. Die Reichweite der Serienaufnahmen bleibt wie bei der D5 auf 200 Aufnahmen limitiert, wobei das bei Raws auch nach unten abweichen kann. Die Konkurrenz von Canon und Sony begrenzt hier nicht, letztere ist jedoch durch die Geschwindigkeit des Wegschreibens der Bilder auf die SD-Karten eingeschränkt.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+