Quantenprogrammierung: Eine Einführung in die Programmiersprache Silq

Silq soll die erste höhere Programmiersprache für Quantencomputer sein. Die Sprache bietet beeindruckende Features, die das Programmieren erleichtern.

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(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Dr. Florian Neukart
  • Sylvester Tremmel
Inhaltsverzeichnis

Quantencomputer finden den Weg aus den Universitäten und Forschungseinrichtungen in die Industrie. Eine wachsende Zahl von Programmierern entwickelt und erprobt erste Anwendungen, zumeist über die Cloud. Trotz solcher Fortschritte sind die Systeme aber noch sehr klein: Universelle Gate-Model-Computer haben aktuell weniger als 100 Quanten-Bits (Qubits), Quanten-Annealing-Systeme etwa 2000 Qubits.

Bei der Programmierung solcher Systeme werden daher häufig einzelne Qubits direkt angesprochen. Das erinnert an die Frühzeit herkömmlicher Computer und hat wenig mit modernen High-Level-Sprachen zu tun, die zum Beispiel solche Ausdrücke erlauben:

Math.round(Math.PI * 100) / 100
// -> 3.14

So eine Anweisung drückt eher die Absicht des Programmierers aus ("Pi, auf zwei Stellen gerundet") und weniger die Umsetzung im Rechner ("Manipuliere diese Bits in folgender Art und Weise"). Die Übersetzung vom einen ins andere erledigt ein Compiler oder Interpreter vollautomatisch. Solche höheren Programmiersprachen erleichtern die Umsetzung komplexer Programme enorm.

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