Ryzen 7 5700G mit integrierter Grafik im Test: Sparsame Zen-3-CPUs für Büro-PCs

Mit den Ryzen-5000-CPUs lassen sich leistungsfähige Ryzen-Systeme mit bis zu acht Kernen bauen, die dank integrierter GPU ohne teure Grafikkarten auskommen.

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Von
  • Christian Hirsch
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AMD hat PC-Bastler lange auf die modernen Kombiprozessoren Ryzen 5000G "Cezanne" warten lassen. Weil die Vorgänger Ryzen 4000G mit Zen-2-Architektur Herstellern von Komplett-PCs vorbehalten waren, blieben Endkunden lediglich die beiden Vierkerner Ryzen 3 3200G und 3400G mit betagter Zen+-Technik. Das ändert sich nun mit dem Sechskerner Ryzen 5 5600G für 220 Euro und dem Achtkerner Ryzen 7 5700G für 320 Euro. Letzteren konnten wir vorab eingebaut in einem Komplett-PC kaufen und einzeln testen.

Die zwei Ryzen-Typen mit integrierter Radeon-Grafik sind nicht als separate zweite Serie parallel zu den Ryzen 5000X ohne GPU gedacht, sondern schließen auch einige Lücken im Angebot. Der Achtkerner Ryzen 7 5700G liegt zwischen dem Ryzen 5 5600X (6 Kerne, 280 Euro) und dem Ryzen 5800X (8 Kerne, 380 Euro). Der Sechskerner Ryzen 5 5600G rundet die Zen-3-Familie nach unten ab. Die neuen Kombi-CPUs laufen auf einem AM4-Mainboard mit A520-, B550-, X570-, B450- oder X470-Chipsatz und haben eine Thermal Design Power von 65 Watt.

Die Ryzen-5000G-Prozessoren für Desktop-PCs sind eng verwandt mit den Mobilprozessoren der Serien Ryzen 5000U und 5000H und verwenden das identische, in 7-Nanometer-Technik gefertigte Halbleiter-Die. Hauptneuerung ist die Zen-3-Architektur der CPU-Kerne, die deshalb bei gleichem Takt 17 Prozent schneller rechnen. Statt zwei getrennter Core Complexes (CCX) mit je vier Kernen gibt es nun nur noch eines mit acht. Dadurch entfallen die Latenzunterschiede bei der Kern-zu-Kern-Kommunikation. Innerhalb eines CCX sind die Antwortzeiten zudem deutlich geringer als zu einem Kern in einem anderen CCX.

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