Samsung Galaxy Book S: Premium-Notebook mit ARM-Prozessor Snapdragon 8cx im Test

Das 13-Zoll-Notebook Galaxy Book S ist leicht und läuft lange. Weil Samsung einen ARM-Prozessor verwendet, gibt es allerdings Software-Einschränkungen.

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Der in Android-Smartphones allgegenwärtige Prozessorhersteller Qualcomm versucht seit etlichen Jahren, mit seinen Snapdragon-Prozessoren auch in Windows-Geräten Fuß zu fassen. Obwohl die Erfolge mit Snapdragon 835 und 850 eher mäßig waren, schlug Qualcomm Ende 2018 ein neues Kapitel auf: Der damals präsentierte Snapdragon 8cx soll anders als seine Vorgänger kein Derivat eines Smartphone-Prozessors sein, sondern wurde speziell für Windows-Notebooks entwickelt. Doch auch daraufhin tat sich wenig. Rund eineinhalb Jahre nach der 8cx-Enthüllung kann man mit Samsungs Galaxy Book S das erste damit bestückte Gerät kaufen.

Zur Ehrenrettung sei erwähnt, dass das im Herbst 2019 veröffentlichte Windows-Tablet Surface Pro X Microsofts SQ1-Prozessor verwendet, der eng mit dem 8cx verwandt ist: Es handelt sich dabei um eine höher getaktete Variante mit stärkerer GPU. Eigentlich sollte das Galaxy Book S im selben Zeitraum wie das Surface Pro X erscheinen; öffentlich hat Samsung nie Gründe für die Verschiebung genannt. Die Corona-Pandemie kann lediglich für die letzten zwei Monate Verzögerung verantwortlich gemacht werden: Im Februar 2020 wurde der Verkaufsstart noch für März 2020 anvisiert.

Erwartungsgemäß ist der Snapdragon 8cx sowohl in CPU- als auch GPU-Benchmarks etwas langsamer als Microsofts SQ1. Der Vergleich mit Prozessoren von AMD oder Intel fällt schwer, weil sie unterschiedliche Architekturen nutzen. Während die x86-Typen von AMD und Intel sämtliche Windows-Software nativ ausführen können, ist der Snapdragon ein ARM-Chip, der den x86-Befehlssatz aufwendig emulieren muss – das kostet unweigerlich Performance.

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