Scrivener, Textkraft, Ulysses: iPad-Apps für Vielschreiber im Vergleich

Das iPad wird mit entsprechenden Apps zur Schreibmaschine für Romanautoren und Journalisten, denen Word, Pages & Co. nicht die passenden Funktionen liefern.

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(Bild: Martin Reche)

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Mit Textverarbeitungs-Apps wie Apple Pages, Google Docs und Microsoft Word meistert man viele alltägliche Schreibarbeiten inzwischen auch auf dem iPad. Dank der mit iOS 13 eingeführten Unterstützung von externen Mäusen klappt jetzt auch Selbstverständliches wie Markieren, Ausschneiden und Einfügen beinahe so, wie es man es vom Desktop kennt. Vielschreiber wie Autoren brauchen aber häufig Funktionen, die Office-Apps nicht mitbringen. Dazu zählt beispielsweise, innerhalb eines Schreibprojekts dutzende separate Dokumente parallel öffnen und bearbeiten zu können – so lassen sich etwa Recherche, Figurendatenbank und Fließtext innerhalb eines Projekts in individuellen Textdokumenten aufbauen. Änderungen in allen Dokumenten speichert das Programm dann auf einen Klick hin.

Viele Funktionen herkömmlicher Textverarbeitungen können sogar stören. Wenn Sie einen Roman oder eine Reportage schreiben, sind sie nicht auf Serienbrieffunktionen, Makros und unendliche Gestaltungsoptionen angewiesen, die als kleinteilige Icons das Interface vollpflastern – wichtiger ist, dass die Editoren der Text-Spezis möglichst einfach gehalten sind, damit man sich auf die Schreibarbeit konzentrieren kann. Wenn sie dann noch einen Dunkelmodus oder Themes bieten – umso besser. Aber auch treffsichere Such- und Filterfunktion sollten sie mitbringen, auf einen Fingertipp hin Synonyme präsentieren und vielleicht einen aussagekräftigen Versionsvergleich bieten. Damit lassen sich beispielsweise Änderungen vom Lektorat nachvollziehen. Wir haben die drei Apps Scrivener, Textkraft Professional und Ulysses auf diese und weitere Funktionen hin abgeklopft und getestet.

Der iPad-OS-Ableger des Desktop-Programms Scrivener überlässt es dem Autor, seinen eigenen Workflow zu finden. Sämtliche Vorgaben zu Ordnern, Textdateien et cetera lassen auch im Nachgang anpassen und mit übersichtlichen Icons garnieren. Durch die Unterstützung von Multimedia-Dateien lassen sich beispielsweise Recherche-Fotos, MP3-Interviews und Kritzeleien aus Dritt-Apps in Artikelprojekte einbinden.

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