Sechs Router für Wi-Fi 6 im Test

Mit Wi-Fi 6 soll das WLAN flüssiger funken. Fünf günstige Router zeigten im Vergleich zu einem Gerät der Oberklasse, was sie können und wo es noch hakt.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Ernst Ahlers
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Wenn das WLAN beim Upgrade des Internetanschlusses nicht mehr mithalten kann, liegt der Griff zu einem neuen Router und damit zur jetzt aktuellen WLAN-Generation Wi-Fi 6 nahe. Wir haben ein halbes Dutzend Geräte ins Labor gebeten, wobei wir für die Auswahl zwei Pflichtmerkmale setzten: DFS und WPA3. Nur mit Dynamic Frequency Selection – automatischem Kanalwechsel bei Radarerkennung – darf ein Router im 5-GHz-Band alle Kanäle nutzen. So kann er Nachbar-WLANs besser ausweichen, was dem Durchsatz beider Netze zugutekommt.

Die WLAN-Verschlüsselung WPA3 schützt WLAN-Clients besser als das alte WPA2, unter anderem mit Protected Management Frames (PMF) und Perfect Forward Secrecy (PFS). PMF verhindert, dass ein Angreifer Clients mit gefälschten Steuerpaketen von der Basis abmelden und auf einen eigenen Honeypot umleiten kann. PFS sorgt dafür, dass aufgezeichneter chiffrierter Verkehr auch mit Kenntnis des WLAN-Passworts nicht nachträglich entschlüsselt werden kann.

Die getesteten Router sollten höchstens 200 Euro kosten und Wi-Fi-6-WLAN in beiden Funkbändern anbieten. Geräte, die DFS oder WPA3 nicht beherrschten, flogen aus dem Testfeld wieder heraus. Zuerst traf es den RAX40 von Netgear. Er konnte zwar DFS, scheiterte aber an WPA3. In den Versionshinweisen der bei Testbeginn aktuellen Firmware 1.0.3.88 fanden wir: "This firmware version does not support OFDMA, WPA3, and Smart Connect." Das kann man angesichts der auf dem Karton zugesagten OFDMA-Fähigkeit nur als enttäuschend bezeichnen. Der Edimax BR-6473AX und der TP-Link Archer AX50 mussten sich verabschieden, weil ihnen DFS und WPA3 fehlten.

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