Sieben Browser im Privacy-Check: Datenschützer oder Datenschleuder

Kümmert sich Ihr Browser um den Schutz Ihrer Daten oder funkt er sie gleich selbst in die weite Welt hinaus? Unser ­Privacy-Check liefert die ­Antworten.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Ronald Eikenberg
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Die Wahl des Browsers ist eine Vertrauensfrage, denn kaum eine andere Software kommt mit so vielen sensiblen Daten in Kontakt: Surfverhalten, Passwörter, Banking, Kommunikation und vieles mehr. Im besten Fall nimmt der Browser den Schutz Ihrer Daten ernst, im schlechtesten Fall ist er selbst eine Datenpetze. Wir haben die Desktop-Browser Brave, Chrome, Edge, Firefox, Opera, Safari und Vivaldi einem Privacy-Check unterzogen, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch wenn die Browser auf den ersten Blick alle das Gleiche tun, könnten die Ergebnisse kaum unterschiedlicher sein.

Uns hat sowohl interessiert, welche Trackingschutzfunktionen die Browser mitbringen und wie effektiv diese arbeiten, als auch, welche Daten die Browser eigenmächtig in die Welt hinaussenden. Denn der beste Trackingschutz ist wertlos, wenn schon der Browser selbst das Datenschutzproblem ist. In unserem Testparcours zeigte sich etwa, ob ein Browser unsichtbare Tracker und Werbung abwehrt, die den Nutzer verfolgt. Auch die Identifizierbarkeit des Browsers mittels Fingerprinting haben wir überprüft.

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Wir ließen die Browser unter anderem auf die Onlinetests "Cover your tracks" der Electronic Frontier Foundation (EFF), Browserleaks und FingerprintJS los, das Browser-Installationen mit einer Zuverlässigkeit von 99,5 Prozent wiedererkennen soll – ganz ohne Cookies. Die Browser mussten unseren Testparcours sowohl im Auslieferungszustand als auch mit maximal hochgedrehten Schutzfunktionen absolvieren.