Smart Garden: So schlägt sich der FarmBot im Praxiseinsatz

Geduldiger Helfer oder ewiger technischer Patient? Der FarmBot kann beim Gartenbau helfen, kommt aber an manchen Stellen nicht ohne menschliches Eingreifen aus.

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Von
  • Pina Merkert
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Auf dem Tisch neben dem Hochbeet stehen Pflänzchen und ein mit lehmigen Fingern eingesautes Notebook. Die Baumärkte haben gerade aufgemacht und Mutter und Tochter nutzen die Gelegenheit, so früh wie möglich das Gemüsebeet zu bepflanzen. Der FarmBot stochert fleißig, aber langsam Löcher in den Boden, in die wir die vorgezogenen Salate einpflanzen.

Doch dann verdunkelt sich der Himmel und ein Schauer ergießt sich über den Garten. Wir retten uns und das Notebook ins Trockene – der Roboter arbeitet geduldig weiter. Als der Schauer nach einer halben Stunde abebbt, hat er trotzdem nur bis zur Mitte des Beets Löcher gedrückt. Er ist dafür konstruiert, am Tag 24 Stunden Zeit zu haben – für flottes Arbeiten ist er nicht gedacht. Also holen wir schnell auf und schludern: Ein Klumpen nasse Erde fällt auf die Aluschiene. Prompt überrollt ihn die X-Achse und blockiert. Der Encoder am rechten X-Motor meldet den Schrittverlust und die Sequenz bricht ab. Wir pulen den Schlamm aus der Schiene, putzen Riemen und Rollen, starten die Sequenz neu und fragen uns, ob ohne Roboter nicht alles schneller gegangen wäre.

Nachdem wir einen FarmBot gebaut haben wollten wir wissen, wie viel Arbeit uns die Maschine beim Gemüseanbau abnehmen kann. Können wir beispielsweise ein paar Wochen in Urlaub fahren, ohne dass das Unkraut wuchert oder der Kohlrabi vertrocknet? Wie gut überlebt die Maschine Hagel, Frost, Starkregen und Wind? Wann klemmt die Mechanik und wie oft versagt die Software?

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