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Solo5: Virtualisierung mit Unikernels verschlanken

Unter dem Leitsatz "Nicht mehr als nötig" fristen hochspezialisierte Betriebssystemkernels eher ein Nischendasein. Mit seinem Projekt Solo5 will IBM das ändern.

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Solo5: Virtualisierung mit Unikernels verschlanken

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Den Ansatz hochgradig spezialisierter Betriebssysteme beziehungsweise deren Kernel gibt es schon seit circa 30 Jahren. Meist laufen sie unter der Bezeichnung Unikernel oder auch "Library Operating System". Der große Durchbruch blieb jedoch aus. Nun kommt Schützenhilfe aus dem Container-Lager mit tatkräftiger Unterstützung der IBM-Forschungslabors: das Projekt Solo5.

Ein heutiges Betriebssystem verfügt über viele Komponenten. Sogar die Basis – der Kernel – ist recht groß, um möglichst viele Funktionen und Schnittstellen zu bieten. Dies ist zwar bequem, birgt aber auch Nachteile. Neben dem Mehraufwand für die Wartung und dem unnötigen Hardwareverbrauch kommt aus IT-Sicherheitssicht immer wieder die große Angriffsfläche zur Sprache. Die offensichtliche Lösung: eine Reduktion der Komponenten einschließlich des Kernels selbst.

Tatsächlich ist diese Idee schon über 20 Jahre alt und typischerweise in zwei Ausprägungen umgesetzt. Nummer eins sind die sogenannten Unikernels – abgespeckte, vereinfachte und oft Linux-artige Betriebssystemkerne, die meist nur in virtuellen Umgebungen laufen. Nummer zwei sind die Library Operating Systems. Hier baut man seinen Kernel quasi aus einer Art Baukasten für den speziellen Anwendungsfall zusammen. Derzeit existieren über zehn aktive Projekte in diesem Umfeld. Eines davon – MirageOS – stand Pate für das hier betrachtete Solo5. Im Folgenden steht der Begriff Unikernel für beide Konzepte.

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