Sonnets Echo 11 Dock im Kurztest: Thunderbolt 4 und diverse Schnittstellen

Das Dock versorgt MacBooks mit Strom und erweitert Thunderbolt-fähige Macs und Windows-PCs um zehn Schnittstellen. Wir haben es an Intel- und ARM-Macs getestet.

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Sonnet Echo 11 Thunderbolt 4

(Bild: Hersteller)

Von
  • Johannes Schuster

Neue Docking-Stationen mit Support für Thunderbolt 4 sind zugleich auch flexible Hubs: Sie machen aus einem Thunderbolt-Anschluss drei, sodass sich an dem Dock drei Geräteketten statt nur einer nutzen lassen. Das "Echo 11 Thunderbolt 4 Dock" von Sonnet Technologies ist für Intel- und ARM-Macs mit Thunderbolt 3 oder Thunderbolt 4 ebenso ausgelegt wie für Windows-PCs mit Thunderbolt 4.

Das Echo 11 bringt darüber hinaus weitere nützliche Schnittstellen mit. Auf der Rückseite sind neben den drei Thunderbolt-Ports (USB-C) auch drei USB-3.2-Anschlüsse (USB-A), Gigigabit-Ethernet untergebracht und die Stromversorgung untergebracht. Auf der Vorderseite findet sich ein SD-Kartensteckplatz, die Audiobuchse (Miniklinke) und ein weiterer USB-2-Anschluss zum Aufladen von anderen Geräten – sowie der Thunderbolt-4-Port, über den das Dock mit Notebook oder Desktop-Computer verbunden wird.

Die Anschlüsse auf der Rückseite des Echo 11 Thunderbolt 4.

Mit einem Intel-MacBook konnten wir von einer UHS-II-Card in dem SD-Kartensteckplatz Daten mit 243 MByte/s lesen und mit 186 MByte/s darauf schreiben. Am Mac mini mit M1-Prozessor gelang das jeweils 10 MByte/s langsamer, aber immer noch mit gutem Tempo. An der RJ45-Buchse lag Ethernet mit Gigabit-Geschwindigkeit an. In die Audiobuchse kann man einen Kopfhörer mit Miniklinke einstöpseln oder auch ein iPhone-kompatibles Headset, denn sie hat auch einen Mono-Eingang.

An den drei Thunderbolt-Buchsen haben wir eine Lesegeschwindigkeit von 2503 MByte/s gemessen; auf eine G-Drive-SSD schreiben konnten wir die Daten mit 2074 MByte/s. Am M1-Mac lagen die Werte geringfügig höher.

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Mit denselben Typ-C-Anschlüssen erreichten wir gegen eine USB-C-SSD von OWC Gen-2-typische 852 MByte/s beim Lesen und 833 beim Schreiben – jedenfalls mit dem Intel-Mac. Mit dem M1-Mini sanken die Transferraten auf 481 und 587 MByte/s, was ein Problem des Apple-Chips ist und nicht an dem Dock liegt.

Echo 11 Thunderbolt 4 Dock
Hersteller: Sonnet Technologies
Schnittstellen: 3 × Thunderbolt 4 mit USB 3.2, 3 × USB-A mit 3.2-Gen2-Geschwindigkeit, 1 × USB-A mit 1,5 Ampere, Kopfhörer (iPhone-Headset-kompatibel), Gigabit-Ethernet, SD-Card (UHS-II)
Maße: 195 × 75 × 30 mm
Gewicht: 435 g
Preis (Hersteller): 400 €

An den drei Typ-A-Ports auf der Rückseite waren die Ergebnisse ähnlich. Die frontseitige Buchse enttäuschte hingegen mit USB-1.1-Geschwindigkeit von unter 40 MByte/s und eignet sich daher bestenfalls für eine Tastatur oder Maus. Immerhin konnten wir an ihr ein iPad Pro laden, ebenso wie an den drei Typ-C-Buchsen. Die drei rückseitigen USB-A-Buchsen luden zumindest ein iPhone 12 Pro.

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Zum Lieferumfang des Echo 11 zählen ein 70 Zentimeter langes Thunderbolt-4-Kabel sowie ein 135-Watt-Netzteil. Am Dock zeigen zwei LEDs Betrieb und Link zum Host an. Dankenswerterweise blinken sie nicht hektisch.

Mit seinen verschiedenen Schnittstellen und der Vermehrung der Thunderbolt-Ketten erfüllt das Echo 4 viele Port-Wünsche. Leider fehlen für den Monitor HDMI oder DisplayPort. Außerdem liegt der Preis deutlich über dem des weitgehend baugleichen Kensington SD5700T.

(lbe)