"Subnautica Below Zero" angespielt: Nachschlag für den Indie-Survivalhit​

Das Survival-Abenteuer "Subnautica Below Zero" feilt ein wenig am erfolgreichen Spielprinzip des Vorgängers und schickt die Spieler sogar an die Oberfläche.​

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(Bild: heise online)

Von
  • Andreas Müller

Rund 5 Millionen verkaufte Einheiten des Vorgängers und Topwertungen in der Presse: Kein Wunder, dass die Entwickler nachlegen. Nach über zwei Jahren im Early Access macht die finale Version von "Subnautica Below Zero" keine großen Experimente. Alles sieht in dieser Open-World hübscher aus, ist größer geworden und schickt Spielerinnen und Spieler nicht nur in die Untiefen der Meere, sondern auch zu ausgedehnten Erkundungen ans Land.

Auf der Suche nach ihrer Schwester macht Forscherin Robin eine Bruchlandung auf einem Planeten. Nur ausgerüstet mit einer kleinen Rettungskapsel und ein paar Bauplänen muss sie eine geheimnisvolle Unterwasserwelt erkunden und sich später durch Eis und Schnee über die Erdoberfläche kämpfen. Gehen ihr Nahrung und Wasser aus oder erfriert sie in den Eisstürmen, ist ihr Abenteuer vorbei.

Von Anfang an wird deutlich, dass "Below Zero" keine echte Fortsetzung ist: Unterschiede zum Vorgänger suchen wir mit der Lupe. Die Erklärung ist einfach: Ursprünglich war von Unknown Worlds nur ein DLC zum Vorgänger geplant, der aber immer größer wurde und nun als eigenständiges Spiel erscheint. Deshalb wirkt alles sehr vertraut: Scanner basteln, alles erkunden und fleißig Rohstoffe sammeln, um die zahlreichen Baupläne umzusetzen. Die Steuerung über Maus und Tastatur ist leichtgängig und schnell gleiten wir in der Egoperspektive durch das Wasser. Nur der Basenbau wird zu einer hakeligen Herausforderung. Vorangetrieben wird das bekannte Survival-Prinzip durch die Story, die schon in unseren Anspielstunden mehr Interesse weckt als im Vorgänger.

"Subnautica Below Zero" angespielt (5 Bilder)

"Subnautica: Below Zero" macht wenig Experimente und verlässt sich auf das bewährte Erfolgskonzept. (Bild: heise online)

Bis die erste eigene Basis errichtet ist, vergeht genre-typisch einige Zeit. Bis dahin können Spielerinnen und Spieler lange die Gegend erkunden. Wasser und Nahrung gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Survival-Spielen überall und vielen Gefahren sind leicht zu umgehen. Anstrengend wird es nur im Hardcore-Modus, der den Spielstand beim Ableben unwiederbringlich löscht. Im normalen "Überleben"-Modus gehen dagegen nur ein paar Gegenstände verloren und die Spielfigur wird an den Respawn-Punkt zurückgesetzt. Der "Freie"- und der "Kreativ"-Modus verzichten dagegen auf Stress und lassen viel Platz zum Experimentieren.

Natürlich sieht das alles viel hübscher aus als im Vorgänger. Wenn Robin in die Tiefen abtaucht, Korallenriffe passiert und sich auf die Jagd nach genießbaren Fischen macht, hat das schon einen sehr beruhigenden Effekt. Andere Neuerungen, wie etwa Merkzettel für Baupläne, gehen in diesem idyllischen Unterwasserszenario etwas unter. Nur wenn Robin auf der Oberfläche herumläuft, holt einen die Realität ein: Trotz unterschiedlichen Wetterbedingungen von Hagel bis Schneesturm und einem Tag-und-Nacht-Zyklus wirken diese Szenen nicht so detailreich wie die Unterwasserwelt.

Trailer zu "Subnautica Below Zero"
(Quelle: Unknown Worlds Entertainment)

"Below Zero" ist weniger eine echte Fortsetzung und vielmehr ein "Subnautica 1.5". Mal abgesehen von den Missionen an der Oberfläche spielt sich das Survival-Abenteuer genauso wie der Vorgänger. Das muss nichts Schlechtes heißen, denn die Detailverbesserungen wie die Merkzettel für die Baupläne und die neue Story verfeinern das ohnehin schon sehr ausgereifte Spielprinzip. Wer sich Über- und Unterwasser einen packenden Überlebenskampf liefern will oder einfach die hübsch-bunte Spielwelt erkunden will, liegt hier genauso richtig wie beim äußerst erfolgreichen Vorgänger. Alle, die bei den wenigen echten Neuerungen die Nase rümpfen, müssen auf eine echte Fortsetzung warten.

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"Subnautica: Below Zero" von Unknown Worlds Entertainment erscheint am 14. Mai für Windows, macOS, PS4/5, Xbox One / Series und Switch. Es kostet ca. 30 €. USK ab 12. Für unser Angespielt haben wir ein paar Stunden die Windows-Version gespielt.

(dahe)