Sushi Maki M1 im Test: Kompromisse beim City-E-Bike für 1000 Euro

Je günstiger das E-Bike, desto mehr Abstriche müssen bei der Ausstattung oder der Qualität gemacht werden. Das Sushi Maki M1 setzt auf hochwertige Komponenten.

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Sushi Bikes verlangt für sein E-Bike einen Preis von 999 Euro. Das ist auf einem Niveau mit den – häufig zu Recht – als minderwertig angesehenen "Baumarkt-E-Bikes". Sushi erreicht den geringen Preis aber nicht durch billige Komponenten, sondern durch ein simples Design und das Weglassen von Komfortmerkmalen wie Gepäckträger, Schutzblechen, Ständer und Gangschaltung. Der Rahmen besteht aus einfachen Alu-Rundrohren, Federung gibt es weder vorne noch hinten. Die 28-Zoll-Reifen von Kenda sitzen auf Tiefbett-Felgen, die Scheibenbremsen kommen von Tektra, der Akku von Samsung. Griffe mit Echtleder runden den guten ersten Eindruck ab.

Das Maki ist konsequent auf den Einsatz in der Stadt getrimmt und sieht mit seinem schlanken Rahmen auch danach aus. Doch am Lenker hat das minimalistische Design ein Ende: Die Kabel der Bedieneinheit und der Bremsen samt Stecker hätte der Hersteller dezenter platzieren können. Die mitgelieferten – und für die Straßentauglichkeit zwingend erforderlichen – Lampen und der Reflektor passen nicht ins Gesamtbild und wirken nicht besonders hochwertig. Die Anzeige mit den roten LEDs ist in hellem Sonnenlicht praktisch nicht zu erkennen, außer dem Akkustand und der gewählten Stufe der Motorunterstützung zeigt sie aber ohnehin nichts an.

In Deutschland darf ein Pedelec-Motor maximal 250 Watt Nenndauerleistung liefern. Der Hinterradnabenmotor des Maki leistet nur 200 Watt – ungewöhnlich. Positiv daran: Der Motor ist sehr kompakt und damit optisch unauffällig, vergleichsweise günstig und trotzdem stark genug für den gedachten Einsatzzweck, ohne dabei den Akku übermäßig schnell leer zu saugen.

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