Systemkamera für Vlogger: Nikon Z 30 im Labortest

Mit der Z 30 will Nikon alle ansprechen, die gerne Videos aufzeichnen. Tatsächlich ist sie endlich mal wieder eine unkomplizierte Immer-dabei-Kamera. Oder?

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  • Sophia Zimmermann
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Kompakt, bildstark, ohne viel Gedöns – das macht eine unkomplizierte Immer-dabei-Kamera aus. Und genau mit diesen Eigenschaften kann Nikons Z 30 aufwarten. Ihr Gehäuse passt mit flachem Pancake-Objektiv selbst in eine kleinere Handtasche. Die Bedienelemente sind luftig verteilt, angenehm groß und eindeutig beschriftet. Kurzum: Die Z 30 kann jeder schnell bedienen, der ein wenig Erfahrung mit irgendeiner anderen Kamera hat. Damit wäre sie auch eine optimale Kamera für Aufsteiger vom Smartphone und für Einsteiger in die Fotografie. Gerade Letztere haben die Hersteller in den vergangenen Monaten beziehungsweise Jahren schmerzlich vernachlässigt und sich hauptsächlich auf hochwertige Funktionsmonster konzentriert – und auf teure Vollformatkameras.

Mit der Z 30 öffnet Nikon sein spiegelloses Z-System für den "einfachen" Gelegenheitsfotografen, der seinen Urlaub nicht nur mit dem Smartphone durchknipsen will. Dazu soll sie junge Menschen ansprechen, die Videos für Tiktok, Instagram und Co. produzieren wollen. Dafür besitzt sie einen freischwenkbaren Monitor, nimmt in 4k auf und bietet ein internes Stereomikrofon. Das allerdings kann wirklich nur als Notbehelf herhalten, sobald man sich etwas weiter von der Kamera entfernt, wird der Ton dünn.

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Oberflächlich betrachtet ist Nikon also ein kleiner Kamerahit gelungen. Schaut man allerdings genauer hin, relativiert sich dieser Eindruck: Mit einem Preis von 800 Euro ist die Z 30 kein Schnäppchen und weit entfernt von den Preisen, die die Hersteller noch vor wenigen Jahren für ihre Einsteigermodelle mit Spiegel aufgerufen haben