T7 Touch im Test: Externe Samsung-SSD mit Fingerabdrucksensor

Die USB-C-SSD T7 Touch entsperrt die verschlüsselten Nutzerdaten erst per Fingerabdruck. Wir haben gestestet, wie gut das an Apple-Geräten funktioniert.

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Von
  • Johannes Schuster

Samsungs sehr flache SSD "T7 Touch" im Unibody-Gehäuse aus Aluminium gibt es in schwarz oder silber. Sie soll Stürze aus zwei Metern Höhe unbeschadet überstehen. Für die einzige Buchse im Format USB-C liegen zwei 50-cm-Kabel bei, eines auf USB-A und eines auf USB-C.

Am Mac angeschlossen, erschien zunächst ein ExFAT-Volume mit der Software PSSD für macOS, Windows und Android, aber nicht für iOS. Diese muss installiert sein, um die Verschlüsselung und den Fingerabdrucksensor zu nutzen. Der Anschluss an iPhone und iPad wird also nicht unterstützt.

Unter macOS 10.15 Catalina konnten wir sie aber nicht aufspielen und mussten eine neuere Version von Samsungs Website laden. Nach der Freigabe in der Systemeinstellung Sicherheit klappte die Installation im zweiten Anlauf. Nun konnten wir nach einem Neustart ein Passwort für die SSD-Hardware-Verschlüsselung eingeben und zusätzlich bis zu vier Fingerabdrücke über den kleinen Sensor an der SSD hinterlegen.

Im Anschluss ließ sich die SSD mit dem Festplattendienstprogramm in APFS formatieren und sogar beim Neustart von ihr booten. Das klappte freilich nicht, wenn der Mac ausgeschaltet war, da die Daten nach unterbrochener Stromversorgung stets abgeriegelt werden.

T7 Touch (USB-C-SSD mit Fingerabdruckerkennung)

Hersteller: Samsung // Lieferumfang: externe SSD mit Fingerabdrucksensor, zwei Kabel von USB-C auf USB-A und USB-C (je 50 cm) // Systemanforderungen: macOS ab 10.10, Windows ab 7, Android ab 5.1 // Maße: 8,5 × 5,5 × 0,8 cm // Gewicht: 58 g Preise mit 0,5/1/2 TByte: 145/215/405 €

Von der internen SSD gestartet, erschien ein 46 MByte großes FAT-16-Laufwerk. Darauf befand sich ein Programm, dass die PSSD-Software suchte, aber nicht fand und anschließend neu installieren wollte. So verhielt sich die verschlüsselte SSD auch an anderen Macs – was dort ok ist. Wir wollten aber das bereits vorhandene PSSD-Programm verwenden, was wir dann manuell taten. Wir entsperrten damit die Daten per Fingerabdruck, eine Passworteingabe war nicht nötig. Nun verschwand das FAT-16-Laufwerk und das Hauptvolume erschien.

Am MacBook Pro 13" konnten wir Daten mit 780 MByte/s schreiben und mit knapp 980 lesen. Die interne PCIe-SSD mit NVMe wird hier offensichtlich durch USB-3.1-Gen-2 limitiert, dessen Maximum bei 1000 MByte/s liegt. Während des Zugriffs umlief ein blaues LED-Licht den Fingerabdrucksensor – schick.

Die Preise der Samsung T7 Touch liegen für die Varianten mit unterschiedlicher Kapazität jeweils in einem erfreulich niedrigen Bereich. Da nimmt man die Möglichkeit zur Hardwareverschlüsselung und Entsperrung per Finger gerne mit.

(lbe)